Der Sonntag begann (für die Mehrzahl von uns) unerwartet früh ... Alles schlief friedlich bis ca. 6.00 Uhr. Im Boot wurde es ungemütlich, da es mal wieder regnete. Als aber alle Luken geschlossen waren, kehrte wieder Ruhe ein, schließlich war Sonntag und wir wollten ausschlafen. Aber dann geschah folgendes ... Es gab einen ohrenbetäubenden Knall !!! Ein Blitz war direkt im Hafenbecken eingeschlagen und das hat, wir schwören es, sogar an den Füßen gekitzelt... Ein Schreckensschrei ging durchs Boot, natürlich nicht aus allen Kojen, woraus man ganz klar schließen kann, dass so mancher an Bord, Schlimmeres gewöhnt ist ... Hut ab!
Solche "Mutproben" am Sonntagmorgen waren zwar nicht zwingend erwünscht, hatten jedoch auch ihr Gutes. Mücke und Heike definieren seit dem Gewitter ganz anders und Angst davor kennen sie kaum noch .....
Da nun alle, bis auf Skipperin und Co, wach waren, traf sich die Crew in der Messe un den gestiegenen Adrenalinspiegel mit Kaffee zu besänftigen. Dies entwickelte sich zu einem ausgelassenem Morgen an Bord. Das führte sogar dahin, dass Yvi sich vornahm, den Hafenmeister zu verklagen. Es könne ja nicht angehen, dass dieser am Pfingstsonntag mit einer Schreckschußpistole auf der Hafenmauer steht und im Hafenbecken Schiffeversenken spielt! Das gilt dann schon als extreme Ruhestörung.
Als es endlich aufhörte mit regnen, erwachte tatsächlich der Rest der Besatzung und der Tag nahm seinen Lauf. Katrin entschied auf Grund der Wettervorhersagen, dass wir einen Hafentag einlegen. Also, was taten wir - das was wir am besten können - flanieren und shoppen gehen.
Kaputt von der Sightseeingtour und mit einigen Einkaufstüten zurück an Bord gabs zur Entspannung wieder Prosecco und die obligatorische Runde Pantomime.
Zu späterer Stunde zog dann erneut ein Gewitter auf, welches so heftig war, dass es sogar unter Deck etwas feucht wurde. Kaum vorstellbar, doch auch Frauen wissen sich zu helfen und selbst Tupper-Partys machen an dieser Stelle Sinn .... und Not macht erfinderisch....