Verein zur Förderung des Segelsports e.V.

Schlagwort: törn

Schotbruch Jugendtörn

11-er und letzter Tag von Skipper Carsten

Zehn Tage ist es erst her, dass die erste Jugendcrew des Jahres in Genua die Soffio enterte. Gefühlt sind jedoch 3 Wochen vergangen, so viel haben wir seitdem gesehen und so routiniert laufen inzwischen alle Manöver ab.
Nach einer ruhigen Nacht vor Anker direkt neben St. Tropez (es wurde wieder spät) klingelt heute tatsächlich einmal der Wecker, denn es ist schon der letzte Tag des Törns und wir wollen pünktlich im Übergabehafen sein, um die Soffio für die nächste Crew frisch zu machen.
So geht also um 8:45 Uhr der Anker auf und 5 Minuten später steht das Großsegel. In der leichten, zunächst noch ablandigen Morgenbrise lassen wir die Maschine anfangs noch etwas mitlaufen, während das Frühstück vorbereitet wird. Mit Obst, Yoghurt, Müsli und Kaffee (für den Skipper) treiben wir eher, als dass wir segeln um die markante Südtonne auf der Untiefe La Seche a l’Huile, einem Felsriff am Ausgang des Golf von St. Tropez, welches je nach Quelle entweder nach dem dort vor mehr als 100 Jahren aufgestellten ölbetriebenen Leuchtfeuer oder den dort gefangenen und anschließend in Öl eingelegten Tintenfischen benannt ist.
Zum Glück setzte bald die tägliche Seebrise ein, sodass wir tatsächlich noch ein gutes Stück in Richtung unseres Etappenziels segeln können: Nach der Absage durch den Vieux Port St. Raphael hatten wir einen Liegeplatz in Port Frejus ergattert (56 Euro pro Nacht inkl. Wasser, Strom und Duschen). Diese Wahl sollte sich für die Übergabe an die Folgecrew noch als glückliche Fügung herausstellen. Zuvor wurde noch ein letztes mal geankert und gebadet.
Das Anlegemanöver im Hafen Frejus durch Skipper-of-the-day Eva fiel diesmal etwas herausfordernder aus, da kurz vor der Boxengasse noch gedreht, und rückwärts eingefahren werden musste. Dank der Zusammenarbeit in der Crew wurde auch dies gemeistert und vom Hafenmeister mit einem Kopfnicken anerkennend quittiert.
Der Rest des Tages verlief weiter genauso ereignisreich wie der bisherige Törn: Kleinreparaturen, Deck schrubben und Klar Schiff, Wassertanks füllen, neue Crew begrüßen, Umzug ins Appartement bzw. Verabschiedung des ersten Crewmitgliedes, Einkaufen, Sonnenfinsternis bestaunen, gemeinsames Pizzaessen der alten und der neuen Crew im Cockpit der Soffio, sowie zum Abschluss Party mit OpenAir Musik auf der Hafeninsel.

Ankern vor St. Tropez
Großeinkauf mit der neuen Crew
Die Soffio mit der Sonnenfinsternis

Ein großes Dankeschön an unsere mitsegelnden jugendlichen Mitglieder für einen sehr aktiven und vielseitigen Törn. Ich bin sicher, es bleibt mehr zurück als Tanlines und hoffe ihr geht auch bald ohne „Betreuung“ einmal allein an Bord und macht einfach euer Ding.

Beide Jugendcrews sind vereint

Tag 10 von Jette

Am Morgen starteten wir relativ früh in den Tag: während eine Gruppe das Frühstück vorbereitete, machte die andere schon einmal das Dinghi startklar. Denn es soll nach Port Grimaud gehen. Die Stadt ist an Venedig angelehnt, mit kleinen Wasserwegen und Häusern direkt am Wasser. Wir fuhren mit Musik durch die Kanäle und genossen die besondere Atmosphäre, ein Eis musste auch sein. Nachdem wir so ziemlich jeden Kanal befahren haben, ging es zurück zur Soffio.

DIe Jugendcrew im Dinghi

Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns zum Segeln bereit. Heute haben wir wieder MOB-(Mann über Bord) Manöver geübt. Dieses Mal übten wir die Bergung aber während des Segelns und nicht mit laufendem Motor.

Danach holten wir den Spinnaker heraus und lernten ihn zu setzen. Das bunte Segel bereitete uns besonders viel Spaß und wir konnten ein wenig damit experimentieren. 

Der Spinnaker wurde gesetzt!

Nachdem der Spi wieder eingepackt war, konnten wir uns noch mit einem Fender über Bord schwingen und ins Wasser fallen lassen. Das war eine willkommene Abkühlung und hat sehr viel Spaß gemacht.

Insgesamt sind wir beim Spaßsegeln viel gekreist und auf der Stelle gefahren, hatten am Ende aber durch die verschiedenen Manöver mit dem MOB, dem Spinnaker und später auch beim Schwingen 7,5 Seemeilen zurückgelegt. 

Unser Track nach einem manöverreichen Tag

Am späten Nachmittag ankerten wir direkt vor Saint Tropez und fuhren nach dem Abendbrot noch einmal mit dem Dingi an Land. Dort schlenderten wir zunächst am Hafen entlang Richtung Leuchtturm. Dabei konnten wir die beeindruckenden Yachten bestaunen. Nach Eis und Crêpe ging es langsam aber sicher wieder Richtung Boot, wo wir den Tag ausklingen ließen.

Die Crew des Jugendtörns am Leuchtturm von Saint Tropez mit Blick auf die Soffio vor Anker

Insgesamt war es ein sehr ereignisreicher und abwechslungsreicher Tag. Besonders das Segeln, die vielen Aktivitäten auf dem Wasser und der Besuch in Saint-Tropez machten den Tag zu einem schönen Erlebnis.

Tag 9 von Erik

Nach einer lustigen Nacht mit einem sehr erfrischendem Schauer starteten wir in einen Tag, der sich letztendlich anders entpuppte als erwartet. Wir gingen zuerst schwimmen und die Insel Porquerolles erkunden. Währenddessen haben Carsten und Liane auch etwas an der Logge gebastelt, sind aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Nach dem Mittagessen und ein bisschen Entspannung planten wir 6 Seemeilen nach Port Cros überzusetzen. Doch nachdem wir mit bis zu 9 Knoten unterwegs waren, entschieden wir uns, obwohl es schon ziemlich spät war, doch bis in die Bucht von Saint Tropez zu segeln.
Wir refften zwischenzeitlich und der Schwell sowie der Wind kamen meist achterlich, weshalb wir schön die Wellen surfen konnten. Ein weiteres Highlight waren die ersten Delfine, die wir während diesem Jugendtörn sahen. Sie begleiteten uns kurze Zeit und munterten uns nochmal auf.
38 Seemeilen und ein Abendbrot später kamen wir letztendlich vor Port Grimaud an und warfen den Anker. 
Alles in allem stellte sich der Tag als sehr spaßig und seglerisch anspruchsvoll heraus und jeder lernte heute etwas dazu, zum Beispiel wie sich die Thermik nahe an Inseln mal eben schnell verändern kann.

Wellen surfen mit 9 Knoten gen Saint Tropez 
Skipper Carsten hat bewiesen, dass man auch bei Wellen eine perfekt gerade Linie steuern kann
Nachts kurz vor Ankunft im Golfe de Saint-Tropez

Tag 8 von Mathilde

Da wir gestern von unserem Abendspaziergang erst spät an Bord zurück waren, haben wir heute erst mittags abgelegt. Jedoch waren wir sehr produktiv, weil alle einmal Anlegen und Ablegen an unserem längsseitigen Liegeplatz geübt haben – durch das Eindampfen in die Vorspring. Dabei wurden wir lustigerweise von einem Marinerio gefragt, ob wir Probleme haben, da wir so seltsam fahren würden, doch als wir ihm unsere Übung erklärten, lachte er nur. 

Mit wenig Wind starteten wir in unseren heutigen Trip, doch nachmittags frischte der Wind glücklicherweise auf, sodass wir auch endlich mal wieder richtige Schräglage erlebt haben. Durch den Fahrtwind war die Hitze erträglich und zwischendurch bei langsamer Fahrt konnten wir uns auch an die Badeleiter hängen. Da sich die Windrichtung auch gedreht hatte, mussten wir schließlich zu unserem Ziel, der Insel Porquerolles, kreuzen und legten somit 20,8 Seemeilen zurück.

Eine unserer Wenden

Dort ankerten wir in einer schönen, aber auch sehr beliebten Bucht. Nach einer ausgiebigen Schwimmrunde haben wir lecker gegessen und konnten in der Bucht den Sternenhimmel beobachten und gingen mal verhältnismäßig früh schlafen 😉

Anlegemanöver üben im Hafen von Cavalaire-sur-Mer
Kreuzen Richtung Porquerolles
Sonnenuntergang in der Bucht

Tag 7 von Liane

Nach einer ruhigen Nacht in der Bucht von Agay holten wir relativ früh den Anker ein, da wir uns heute viel vorgenommen hatten.

Morgens in der Bucht von Agay mit Blick auf das Esterel-Gebirge

Eigentlich wollten wir nämlich 43 Seemeilen bis zu den Îles d’Hyères segeln, da die Windvorhersage gestern auch sehr gut aussah. Diese hatte sich jedoch über Nacht wieder verschlechtert, sodass wir schon morgens fast sicher wussten, dass wir es segelnd nicht schaffen werden. Unterwegs haben wir uns deshalb den Hafen von Cavalaire-sur-Mer als Zwischenziel ausgesucht.

Die geplante Route zu den Îles d’Hyères

Auf dem Weg waren wir während einer Flaute auch baden. Nach 25 Seemeilen kamen wir gegen 18 Uhr an und legten zum ersten Mal bei diesem Jugendtörn längsseits an. Ein Teil der Crew ging einkaufen und die anderen haben die Soffio klargemacht und zum Beispiel die Wassertanks aufgefüllt und mal das Deck etwas sauber gespült.

Abends sind wir dann in der Stadt essen gegangen, diesmal richtig französisch, mit Galettes, Crepes und Salades.

Danach haben wir einen kleinen Nachtspaziergang zu einem Aussichtspunkt gemacht, von wo wir die Bucht und den Hafen sehr schön sehen konnten. Nach diesem tollen Tagesabschluss sind wir alle müde in die Kojen gefallen.

Die Jugendcrew am Aussichtspunkt von Cavalaire-sur-Mer

Tag 6 von Samuel

Von Hamburg nach Antibes

Nachdem ich bis gestern noch auf meinem Ausbildungsschiff arbeiten musste, konnte ich mich heute endlich auf den Weg zu den anderen machen. Mein Tag begann um 04:00, als mein Wecker mich nach einer zu kurzen Nacht aus dem Schlaf riss und ich mich auf den Weg zum Flughafen machte. Um 06:00 saß ich dann auch schon im Flieger nach Nizza.

​Dort gelandet, machte ich mich mit meinen zwei viel zu großen Rucksäcken auf die Suche nach einem Zug, der mich nach Antibes zur Soffio bringen sollte. Auf Vesselfinder hatte ich beobachtet, dass diese seit dem Abend davor in Port Vauban lag. Spontan ein Ticket für den Zug gekauft und schon fuhr ich direkt den Strand entlang Richtung Süden. In Antibes angekommen, sammelte Carsten mich am Bahnhof ein und rief per Funk ein E-Golfcart, das uns bis zum Steg fuhr, an dem die Soffio lag.

​Dort wurde ich sofort herzlich empfangen und lernte Jette und Mathilde kennen. Nachdem die restliche Crew von einem kleinen Einkauf zurück war, gab es erst einmal Frühstück mit leckeren frischen Croissants. Unsere Skipperin des Tages, heute Eva, machte sich anschließend auf den Weg zum Marina-Office, um die letzten Formalitäten zu erledigen, sodass wir pünktlich um 12:00 auslaufen konnten.

​Mit Kurs Südwest segelten wir an der französischen Küste entlang und machten nachmittags an einer Boje vor den Ile de Lerin bei Cannes fest. Dort wurde ein Badestopp eingelegt und dann ging es weiter bis in die Bucht von Agay. Unterwegs haben wir auch den Großbaumniederholer erneuert. Dazu hat Carsten uns erklärt, dass es sich um ein hohles Seil handelt und wir haben einen „Brummelspleiß“ gelernt.

Ankern vor den Ile de Lerin mit Blick auf Cannes
Eva beim Brummelspleiß
Einfahrt in die Bucht von Agay im Sonnenuntergang

Kurz vor Sonnenuntergang warfen wir den Anker und beobachteten aus dem Wasser die Abendsonne. Anschließend ließen wir den Abend entspannt an Deck mit Musik ausklingen. Nachts hatten wir noch eine lustige Begegnung: einige Franzosen in einem Dingi haben ihr Boot im Ankerfeld nicht mehr gefunden und kamen bei uns vorbeigepaddelt, um zu gucken, ob sie hier richtig waren. Da haben wir unseren neu angeschafften Handstrahler verwendet, um ihnen mehrere Boote anzuleuchten, sodass sie dann doch noch erfolgreich ankamen 🙂

Tag 5 von Eva

Nach einer ruhigen aber heißen Nacht sind wir in der Bucht von Villefranche-sur-Mer aufgewacht und entschieden uns aufgrund des schwachen Windes einen gemütlichen Morgen in der Bucht zu verbringen. Wir erkundeten diese mit dem Dingi und bestaunten die Superyachten und Villen. 
Nach einer kurzen Abkühlung im Wasser lifteten wir den Anker und segelten mit dem leider immer noch recht schwachen Wind mit gemütlichen 3-4 Knoten Richtung Antibes. Eva war heute „Skipper of the Day“, hat also die Aufgaben eines Skippers übernommen und Entscheidungen getroffen. Unser Skipper Carsten beobachtet unsere Handlungen aber natürlich trotzdem und sagt Bescheid wenn er Bedenken hat (das ist heute aber nicht vorgekommen).
Am Hafen angekommen, bereiteten wir alles für die Ankunft vor und Eva steuerte das Anlegemanöver. 
Dort zeigte Carsten ihr auch wie das Anmelden im Hafenbüro als Skipper so abläuft. Danach erkundeten wir noch alle zusammen die schöne Altstadt von Antibes und ließen den Tag beim gemeinsamen Abendessen und bummeln ausklingen.

Morgen in der Bucht von Villefranche-sur-Mer
Unterwegs in der Altstadt von Antibes

Tag 4 von Jette

Von Monaco zur Bucht von Villefranche-sur-Mer
Strecke: 6 Seemeilen.

Den Morgen verbrachten wir zunächst im Hafen von Monaco. Da wir bereits am Vorabend beschlossen hatten, den Pool des Yachtclubs noch einmal zu nutzen, begann der Tag mit einer kurzen Erfrischung, bevor wir gegen 11:45 Uhr ausliefen.
Unser Tagesziel war die nur sechs Seemeilen entfernte Bucht von Villefranche-sur-Mer. Da der Wind jedoch nur schwach war, dauerte die Überfahrt etwa drei Stunden und wir übten das Flautensegeln. Während der Fahrt konnten wir erstmals die französische Flagge hissen.
Nach unserer Ankunft nutzten wir das klare Wasser der Bucht zum Schwimmen und Schnorcheln. Dabei konnten wir zahlreiche Fische sowie Teile eines Schiffswracks entdecken. Nach einer gemeinsamen Stärkung machten wir uns am Abend mit dem Dingi auf den Weg an Land, um die Altstadt von Villefranche-sur-Mer zu erkunden.
Auf dem Weg in die Stadt begegneten uns Kaktusfeigen, von denen wir einige pflückten und probierten. Anschließend besichtigten wir eine Kirche und erledigten noch den Einkauf fürs Frühstück. Den Abend ließen wir schließlich mit einem Eis am Ufer ausklingen und genossen den Blick auf die Küste. Vom Dingi konnten wir die beleuchtete Stadt auch noch einmal vom Wasser aus bewundern. 
Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag.

Die französische Flagge wird gehisst
Bucht von Villefranche-sur-Mer
Villefranche-sur-Mer am Abend

Aussichtspunkt über die Bucht

Tag 3 von Erik

Nach einer relativ schaukligen Nacht in der Bucht von Laiguelia holten wir um 8 Uhr den Anker in der Hoffnung ein, den angesagten Wind zu erwischen. Schon nach ein paar Minuten setzten wir das Groß und auch direkt die G3. 
Anfangs machte uns der Schwell aus unterschiedlichen Richtungen noch leichte Probleme beim Steuern, jedoch bekamen wir das ziemlich schnell unter Kontrolle.
Nach dem Frühstück frischte der Wind auf und sowohl Wind als auch Welle kamen von Achtern. Mit Eva am Steuer erreichten wir unseren Rekord von 11,1 Knoten schon am Vormittag. Die See nahm allerdings immer weiter an Welle zu, weshalb wir zuerst refften und dann das Großsegel ganz wegnahmen. Wir segelten jedoch weiterhin mit ca. 6 Knoten Richtung Monaco. 

Schließlich erreichten wir den Ort gegen 15:30 an und legten am Yachtclub de Monaco an. Wir segelten heute insgesamt 43,5 Seemeilen. Später nahmen wir noch den Pool vom Yachtclub in Anspruch und erkundeten den Hafen und die Altstadt, wo wir essen gegangen sind. Die Stadt und der Yachtclub haben uns ziemlich beeindruckt und waren ein ungewohnt luxuriöses Erlebnis.

Die Soffio im Yachthafen von Monaco
Die Jugendcrew in der Poolbar des Yachtclub de Monaco
Mit „SY Soffio“ bedruckte Chipkarten für die Anlagen des Yachtclubs

Tag 2 von Mathilde

Nach unserer späten Ankunft gestern in Loano sind wir heute dementsprechend spät aufgewacht, haben dann zügig unseren Großeinkauf gemacht und die Soffio klariert. Kurz nach 12 sind wir leider mit genauso wenig Wind wie am gestrigen Tag gestartet. Trotzdem sind wir ein paar Seemeilen ohne Motor gesegelt und konnten die (leichte) frische Seebriese genießen. An der Isola Gallinara gab es einen ausgiebigen Badestopp und wir konnten viele Fische sehen, die Bucht erkunden und viele Sprünge ins erfrischende Wasser machen.

Ankern vor Gallinara bei spiegelglatter See

Unser eigentliches Ziel Sanremo konnten wir wegen des sehr geringen Windes leider nicht mehr erreichen, weshalb wir uns für die vor Schwell geschützte Bucht bei Laigueglia entschieden. Für morgen früh wird dafür deutlich mehr Wind angesagt. Hier hatten wir nochmal Badespaß, haben anschließend lecker gekocht und konnten unter dem Sternenhimmel einschlafen.

Baden vor Laigueglia

Tag 1 (02.08.2026) von Liane

Nachdem wir gestern Abend mit der vorherigen Crew in der Marina Genova essen waren, übernahm die Jugendcrew heute morgen offiziell die Soffio. Diese besteht aus unserem Skipper Carsten und der Crew: Erik, Liane, Mathilde, Eva und Jette. Samuel wird in ein paar Tagen auch noch zu uns stoßen.


Nach einer ausgiebigen Einweisung wurde mittags das erste Ablegemanöver gefahren. Außerhalb des Verkehrstrennungsgebietes vor Genua übten wir dann Mensch-über-Bord Manöver mit zwei Fendern. Dabei übernahm jeder mal das Steuer und die verschiedenen Rollen, sodass wir es nun alle drauf haben.

Mathilde beim erfolgreichen Aufnehmen des MOB
Unser Track nach vielen MOB-Manövern

Nachdem wir unsere Kreise gedreht hatten, siehe unseren interessanten Track auf Navionics, nahmen wir Kurs auf Loano.
Leider ließ der Wind jedoch zu wünschen übrig, blies mit gerade einmal 3 bis 4 Knoten aus Südwesten, unserer Zielrichtung. Nach einer Weile gingen wir dann zum Motorsailing über, damit wir noch rechtzeitig im Hafen ankommen. Zwischendurch haben wir uns aber auch mal treiben lassen und einen Badestopp eingelegt. Mit Abendessen in der Hand war dann schon die Stadt Loano in Sicht und gegen 22 Uhr haben wir endlich angelegt.

Sonnenuntergang an der Küste bei Loano

Ein kleiner Spaziergang mit Gelato durch die Altstadt musste aber trotzdem noch sein.
Damit ist der erste Tag des Jugendtörns schon vorbei, jedoch war er so ereignisreich, dass es sich anfühlt als wären wir schon länger hier.

Fortsetzung folgt …

Halbzeit …

Die erste Hälfte des Jahres liegt schon wieder hinter uns.
Was hat sich bei Schotbruch getan?
Wie ist die Segelsaison angelaufen?

Work & Sail

Nach der jährlichen Mitgliederversammlung im Februar wurde der nächste Schwerpunkt auf die Vorbereitung der Soffio auf die aktive Segelsaison gelegt. Mit einem Teil der anstehenden Arbeiten wurde die nebenan liegende Werft beauftragt. Arbeiten, welche keine tiefergehenden Spezialkenntnisse erfordern, hat unser Bootswart für die bereits traditionellen Work&Sail-Events ausgeschrieben. Zwei Teams fuhren Ende März und im April nach Süden, um unser Boot für die Crews wieder voll segeltüchtig zu machen.
Insbesondere Stefan & Stefan investierten mehrere Tage für die Arbeiten vor Ort. Neben Ölen der Teakholzteile gehörte auch der Tausch von in die Jahre gekommenen Ventileinsätze bei den zahlreichen Leitungsverbindungen sowie das Entrosten und Versiegeln der Kielaufhängung und, und, und dazu. Leider kam dabei wieder einmal der Teil „Sail“ in „Work&Sail“ zu kurz.


Vielen Dank an unsere Vereinsmitglieder, die wieder einmal viel persönliche Zeit in den Zustandserhalt unserer Soffio gesteckt haben.

Erste Törns

Kurz darauf erfreuten sich die ersten Vereinsmitglieder eines Boots im guten Zustand.

Darunter befand sich auch eine Crew, die sich auf Ihre SKS-Prüfung auf Elba vorbereitete. Dabei lernten sie von Sturm bis spiegelglatte See so ziemlich alle möglichen Wetterbedingungen kennen. In Portoferraio, dem Prüfungsaustragungsort, erwies sich das Üben von Anlegemanövern als unerwartet schwierig, da dies fast überall unerwünscht bzw. verboten ist. Dennoch wurde der Prüfungstermin mit guten Erfolg wahrgenommen.
Durch Starkwind geriet die Gruppe in Zeitnot, die Soffio rechtzeitig bis zum Flug nach Genua zu überführen. Sobald es die Bedingungen erlaubten, wurde abgelegt und bei einem sehr langen Schlag auch in der Nacht gesegelt. Das Ansteuerung des unbekannten Jachthafen von Genua bei Nacht erwies sich wegen der unvollständigen Kennzeichnung von Gefahrenstellen auch nicht als einfach. Der Anleger deutlich nach Mitternacht ließ nur wenige Stunden bis zum Aufbruch zum sehr frühen Rückflug.
Insgesamt kein ganz „alltäglicher“ Törn für die Prüflingscrew.

Na dann … auf eine gute zweite Saisonhälfte!

Schotbruch Jugendtörn 2024

Seit vielen Jahren veranstaltet Schotbruch e.V. Jugendtörns, um unseren seglerischen Nachwuchs schrittweise an eine zukünftig eigenverantwortliche Schiffsführung heranzuführen. Im letzten Jahr hatten z.B. 3 Jugendliche zum Törnabschluss ihren SBF See abgelegt. In diesem Jahr besteht die Herausforderung im Umgang mit wechselhaften und teils recht anspruchsvollen Segelbedingungen der griechischen Inselwelt.

Hier folgen nun die von den Teilnehmern verfassten Tagesberichte:


Mittwoch und Donnerstag 7. und 8. August

Gleich nach dem Frühstück machten sich heute Timm, Erik und Carsten auf den Weg zum Yachtservice von Vangelis Kolias, um eine neue  Bordbatterie zu kaufen. Sie wurden auch fündig und so kamen gegen Mittag der griechische Werftchef persönlich und sein Übersetzer mit ihren Mopeds vorbei und haben die neue Batterie hergebracht. Diese wurde von unserem Fachmann Timm rasch eingebaut und gegen 14:30 konnten wir schließlich aus Karystos auf Euböa abgelegen.

Unser Ziel war die nur 11 Meilen entfernte Bucht Ormeo Vasiliko auf Megalonisos und diese erreichten wir auch ziemlich schnell mit 9 Knoten Höchstgeschwindigkeit. Die Ankerbucht mussten wir uns nur mit einem weiteren Segelschiff teilen, was auch daran liegen könnte, dass es ziemlich windig war. Dies hinderte uns aber nicht daran, noch Schwimmen und Tauchen zu gehen. 

Am nächsten Morgen machten wir uns unter der Leitung von dem Skipper-of-the-day Samuel auf den Weg zurück Richtung Süden. Timm, der heutige Navigator, hatte es sich zum Ziel gemacht, die gesamte Strecke ohne elektronische Hilfsmittel zu navigieren. Um unsere Position zu plotten sah man ihn nun viel Zeit mit dem Peilkompass verbringen. In ca. fünf Stunden und mit 27 zurückgelegten Seemeilen erreichten wir dann die Bucht von Sounio. Von dort hatten wir einen perfekten Blick auf den Poseidon Tempel, den wir abends auch noch von Nahem anschauten, wofür wir mit dem Beiboot zum Strand fuhren und dann noch ca eine halbe Stunde laufen mussten. Wir kamen perfekt zur Golden Hour an und von der Spitze hatte man einen wunderschönen Blick über die ganze Bucht und auf die untergehende Sonne.


Dienstag, 6.8.2024

Wir begannen den Dienstag in Kea, wo wir am Vorabend komplett manuell geankert hatten. Diesmal übernahm Samuel das Steuer und Klara die Navigation. 
Auch wenn wir nur 23 Seemeilen zurücklegten, stellte sich der Tag schon nach kurzer Zeit als sehr abwechslungreich heraus. Wir starteten im 2. Reff jedoch entschieden wir uns nach kurzer Zeit auszureffen und nahmen die Genua dazu. Zwischendurch waren teilweise nur 2 Knoten Wind, jedoch nahm die Welle nicht ab.
Wir entschieden uns das Code 0 herauszuholen und begannen Fahrt aufzunehmen. Nach ca. einer Stunde konnten wir dem Flautengebiet entkommen, jedenfalls kurzzeitig. Es brieste schnell so weit auf, dass wir bald wieder mit 2. Reff und Genua 4 segelten, bis der Wind erneut  verschwand und um 180 Grad drehte als wir uns Karysthos näherten. 
Wir zogen erneut das Code 0 heraus und segelten zum ersten mal „Butterfly“. Irgendwann fiel das Großsegel jedoch ständig ein und wir entschieden mit Genua 4 und Code 0 eine Passatbesegelung zu setzen, wodurch wir fast einen Knoten beschleunigten. Wir benutzten den Spibaum für die Genua um mehr projezierte Fläche zu bekommen und fierten das Vorliek vom Code 0 ein Stück für ein bauchigeres Profil.
Wir fuhren so noch bis kurz vor den Hafen von Karysthos und legten erfolgreich an. Als Belohnung gingen wir später noch baden. Der Tag endete sportlich mit einem kleinen workout auf der Mole.


Montag, 5.8.2024

„Skipper of the day“ war heute Timm und hat uns erfolgreich aus dem Hafen von Merihas gesteuert. Klara war heute zum ersten Mal teil des Ankerteams und Antonie unsere Navigatorin. Außerhalb des Hafenbeckens setzten wir direkt die Segel – in Anbetracht der Vorhersage allerdings das Groß gleich im 2. Reff und dazu die Genua 4. Es erwarteten uns über einen Meter hohe Wellen und frischer Wind mit bis 27 Knoten, weshalb wir später auch die Genua wieder runternahmen. Mit über 6 Knoten kreuzten wir an der Insel Kythnos entlang und haben dabei taktisches Segeln gelernt: man sollte nämlich beim Aufkreuzen immer möglichst zunächst in die Richtung des zukünftigen Winddrehers segeln, um später den Wind nicht wieder von vorne zu haben. Regattamäßig vollführten wir Wenden daher erst so kurz wie möglich vor der Küste und nach aufregenden 26 Seemeilen erreichten wir schließlich die Bucht von Korissia, wo wir für die Nacht ankerten.


Samstag/Sonntag 3./4.8.2024

Der 3.August war unser vierter Seetag. Aufgewacht sind wir in der Bucht von Dokos, in der wir auch vor dem inzwischen südlichen Wind sehr gut geschützt lagen. Nach dem Frühstück haben sich 5 von uns im Rahmen des vom Skipper verordneten Fitnessprogrammd auf den Weg gemacht, die Insel zu erkunden. Man hatte von der Spitze des Hanges einen sehr guten Ausblick auf die Bucht und die Soffio (Foto), welche wie ein kleiner Kutter von da oben aussah.

Bucht von Dokos mit der Soffio for Anker

Im Anschluss gab es an Bord Nudeln mit Ei zum Mittag. Danach wurde gebadet bevor wir nach ausführlichem Briefing gegen 18 Uhr zu unserer Nachtfahrt von Dokos nach Kythnos aufbrachen. Die ersten 10 sm motorten wir an Hydra vorbei um unsere leider entladenen, weil teils defekten Batterien zu laden. Danach setzten wir das Großsegel und die Genua. Mit 8 Knoten Wind fuhren wir 4 knt. Es gab 2 Wachen aus je 3 Jugendlichen (WachführerIn, NavigatorIn, SegeltrimmerIn) für je 3 Stunden, während der Skipper die Nacht im Stand-By Modus verbrachte. Die folgenden Stunden trieben wir mit „stürmischen“ 0 bis 4 Knoten Wind in Richtung der Insel Georgios. Zwischendurch hatten wir keine Ruderwirkung mehr und drehten uns um ca 100°.
Am Sonntagmorgen ging es ab ca 9 Uhr endlich mit angenehmen 10kn Wind unter Großsegel und Code Zero dann zügiger in Richtung unseres Ziels auf der Kykladen Insel Kythnos. Dort angekommen haben wir kurz in einer Bucht geankert und später in einem Hafen angelegt, um die schwächelnden Batterien zu laden und unsere Vorräte aufzustocken.

gesegelter Kur von Dokos nach Kythnos

Donnerstag/Freitag 1./2.8.2024

Den Donnerstag verbrachten wir nach dem vorherigen Segeltag mit Abkühlen in der Bucht von Poros und Einkäufen, um unsere Vorräte wieder aufzustocken. So konnten wir Freitagvormittag nach ein paar letzten Besorgungen voll Energie nach Dokos aufbrechen. Die Etappe begann mit Antonies Ablegemanöver und einer Kanaldurchfahrt bei Poros, durch die uns Timm mit Bravour navigierte. Sofort haben wir Groß und Genua gesetzt, um mit einer Geschwindigkeit von 5 Knoten gut Strecke machen zu können. Nach dem Umfahren einer Landzunge nahm der Wind ab, so dass Erik und Timm das Code 0 aus dem Vorschiff holten. So konnten wir gegen 15 Uhr die Segel zügig bergen und den Anker in einer Bucht vor Dokos werfen. Dort sind wir zur Insel geschwommen und haben in einem Abendspaziergang den Sonnenuntergang genossen.

Ankerlieger in einer Bucht von Poros

Mittwoch, 31.7.24

Gestern sind wir, 6 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie unser Skipper, in Athen angekommen, haben erstmal eingekauft sowie Wasser aufgefüllt. 

Heute mussten wir zuerst noch eine neue Segellatte besorgen und den Dieseltank volltanken. Nach der Sicherheitseinweisung, folgte das erste Ablegermanöver um 13:15 Uhr und im Anschluss Mann-über-Bord-Manöver-Übungen mit Timm am Steuer. Klara hat danach das Steuer und Liane die Navigation übernommen. Da es bis zu 20 Knoten Wind gab, kam die Genua 4 zum Einsatz. Im Anschluss hat Samuel das Steuer übernommen und mit uns die erste Halse des Törns durchgeführt.

Die Soffio nur unter der Genua 4 mit Kurs auf eine Insel
Navigation mit Seekarte auf Papier und auf dem Tablet

Am Nachmittag wollten wir eigentlich im Hafen von Perdika anlegen. Er war jedoch voll belegt, weshalb wir mit dem Groß im zweiten Reff und dem Vorsegel Kurs auf Poros genommen haben. Dort sind wir nach insgesamt 38,8 sm angekommen und haben in der gut gefüllten Bucht geankert. Unterwegs erhielten wir eine Warnung vor einem Brand, der ausgebrochen war. Die Rauchwolke hat man bis nach Poros sehen können. Insgesamt war es ein sehr guter Einstieg für den Jugendtörn 2024 in Griechenland, bei dem wir noch viel lernen werden.

Soffio Adriatörn

Der Sommertörn unserer Vereinsyacht Soffio ist gestartet.  In drei Etappen führt die Reise vom diesjährigen Heimathafen Monfalcone nach Dubrovnik über Split und wieder zurück. 

Im ersten Abschnitt hat es sich die Crew von Jorg nicht nehmen lassen, mit der Soffio an der Basilica di San Marco in Venedig vorzufahren. Ganz nebenbei war dies eine hervorragende KVR-Lehrstunde. In der Marina auf Sant’Elena nächtigt man in Ruhe fern vom Lagunentrubel des Stadtzentrums. Auch ist der Stadtteil defacto touristenfrei – hier wohnen die Venezianer. 

Ablaufen vom Canale Grande

Auf halber Strecke in die Lagunenstadt wurde Zwischenstopp in Caorle eingelegt. Hier kennt man die Soffio bereits. Die freundliche Hafenmeisterin hat uns herzlich zur den nächsten Regatten im Frühjahr 2024 eingeladen.  

Über die Adria nach Istrien

Von Venedig ging es per nächtlicher Überfahrt quer über die Adria zum nächsten Highlight ins kroatische Rovinj.  

Die mitfahrenden Segler wissen jetzt, was ein VTG ist und wie man sich durch diese und die zahlreichen Dampfer  hindurchmanövriert. 

Gehisste Gastlandsflagge

In der Perle der Adria Rovinj gibt es gefühlt noch mehr Touristen als in Venedig. Nur die Chinesen fehlen hier. Und die sehr gepflegte stadtnahe Marina war die teuerste, in der unser Skipper jemals eine Hafengebühr bezahlt hat. 

Rovinj

In der noch fußläufig erreichbaren  Nachbarbucht findet man aber auch bezahlbare Mooringtonnen. 

Weiter ging es heute Richtung Kvarner Bucht und morgen in die Kornaten. Bericht folgt. 

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