Schotbruch

Verein zur Förderung des Segelsports e.V.

Segeltörn von Lavrion nach Preveza

Saronischer Golf

Nach Ankunft und Galafeier mit den Regatta-Teilnehmern der “Agean 600” starteten wir unseren Familientörn zu viert am 14. Juli von Lavrion Richtung Ägina. Die ersten beiden Ankerbuchten Ägia Maria und vor der Insel Moni erreichten wir nach jeweils 30 Seemeilen bzw. 12 sm. Durch achterlichen Wind von bis zu 18 Knoten kamen wir an beiden Tagen gut voran. Statt zu halsen sind wir aus Sicherheitsgründen Q-Wenden gefahren.

Auf dem Schlag Richtung Moni hat Andreas den Motor repariert. Probleme mit der Hauptmasseverbindung führten zu Startproblemen. Glücklicherweise konnten wir durch 180-Grad-Wenden bei ruhiger See Zeit gewinnen. Ankern dann auf Sandgrund und etwa sieben Meter Tiefe.

Am Morgen des 16. Juli haben wir – dem Dinghy sei Dank – die Pfauen auf der Insel bewundert. Nachts sind sie mit den dort lebenden Hirschen die einzigen Bewohner.

Am Nachmittag des 16. Juli sind wir eine Seemeile nach Perdika motort. Ein sehr hübsches Hafenörtchen mit einigen Liegeplätzen an der Mole mit Wasser und Strom. Entlang des Hafens Tavernen und kleinere Geschäfte. Nachts mit Musik und Party, aber ab ca. 1 Uhr dann Ruhe. Uns hat es gut gefallen.

Weiter ging es am 17. Juli weiter unter Segeln in das 17 Seemeilen entfernte Archaia Epidauros. Dort gibt es eine kleine Version des Antiken Theaters, das wir uns anschauen wollten. Einfahrt durch Befeuerung, viel Platz zum Ankern. Gut besucht, aber nicht voll – mit Strand auf beiden Seiten und sehr günstigen Tavernen am Hafen. Ein kleiner Aufstieg führte uns zum Theater, das sich auf ein weiteres Wochenende des Theaterfestivals vorbereitete. Beim Soundcheck der Rockband bekamen wir eine Vorstellung von den besonderen akustischen Verhältnissen vor Ort. Noch ein Stück nach oben und wir hatten einen guten Blick auf den Ort und die Buchten zu beiden Seiten.

Vor unserer Fahrt durch den Kanal von Korinth hatten wir uns am 18. Juli für die 12 Seemeilen entfernten Thomas-Inseln als Liegeplatz entschieden. Eine flache Stelle zwischen beiden Inselchen, die auch rege von Fischern genutzt wird. Anker und Landleine an der westlichen der beiden Inseln hielten uns. Türkisfarbenes Wasser für das Badevergnügen, Ziegen am Ufer und mit Einbruch der Dämmerung das Geschäft der kleinen Fischerboote waren eine willkommene Abwechslung.

Kanal und Bucht von Korinth

Am 19. Juli starteten wir gegen acht Uhr zum Kanal von Korinth. Es ist eine zugegebenermaßen eher teure, aber erhebliche Abkürzung auf dem Weg Richtung Ionisches Meer. Er ist eine Schiffseinbahnstraße, deshalb haben wir uns vor Ankunft über Kanal 11 bei der Kanalbehörde gemeldet. Die Bezahlung hatten wir bereits online vorher erledigt, ebenso die Registrierung der Schiffsdaten. Damit mussten wir vor Ort nicht nochmal von Bord. Wir ankerten in der großen Bucht vor der Einfahrt, der Kanal war in unsere Richtung gerade geschlossen. Nach ca. 25 Minuten war es dann soweit, die Soffio Dresden durfte als erstes Segelboot den 6,3 km langen, acht Meter tiefen und 25 Meter breiten Kanal von Ost nach West durchqueren.

Die Boote werden von der “Canal Authority” in Reihenfolge sortiert – daran muss man sich halten. Im Kanal selbst ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 Knoten einzuhalten, Wind und Strömung sind zu beachten. Wir hatten Glück: kaum Gegenwind und nur wenig Strömung, die am Vormittag von West nach Ost verläuft. Der Kanal ist tatsächlich imposant und von einem besonderen Türkisblau. Die Felswände ragen bis zu 80 Meter in die Höhe, teilweise gibt es winzig kleine Buchten und mit Bäumen bewachsene Steine.


Durch den Golf von Korinth ging es weiter und nach 46,5 Seemeilen mit Motor und Segelunterstützung ließen wir nach knapp 11 Stunden erschöpft den Anker in der Andreas-Bucht fallen. Außer uns nur ein weiteres Motorboot und am Ufer zwei Häuser – aber mit Straßenbeleuchtung und Windrädern auf den Gipfeln.


Am Vormittag des 20. Juli segelten wir ins 18 Seemeilen entfernte, beliebte und gut geschützte Galaxidi. An der Mole des sehr hübschen Ortes lagen wir, wie immer in Griechenland, mit Anker und Festmachern am Heck. Es gibt Wasser und Strom – für zwei Nächte zahlten wir unter 35 Euro. Galaxidi ist gut auf Segler eingestellt, es gibt viele Tavernen gegenüber der Boote, kleine Lebensmittelläden mit praktischem Allerlei, einen Nautikshop und am Kai stehen schon die Mietwagen bereit. Ein Tag kostet 60 Euro inkl. Bringen und Abholung. Sie sind gefragt, denn in ca. 15 km Entfernung liegen die antiken Stätten von Delphi, die für 1000 Jahre mit dem Apollontempel, den Seherinnen und Priestern als Zentrum der Welt galten. Viele Herrscher und Reisende besuchten sie – das wollten wir uns anschauen und fuhren am Morgen des 21. Juli mit dem Leihwagen nach Delphi. Trotz der sehr hohen Temperaturen hat es sich gelohnt: ein wirklich imposantes Stück Kultur und Geschichte. Die Stätten sollte man mit einem Besuch des Museums verbinden – Ticket gilt für beides. Die Fahrt führt zudem durch den größten zusammenhängenden Olivenhain Griechenlands mit teilweise über 1000 Jahren alten Bäumen – auch das schön und beeindruckend.


Am 22. Juli brachen wir auf Richtung Brücke. Allerdings frischte der Gegenwind immer stärker auf, ebenso wuchsen die Wellen – selbst mit Motor und Segel kamen wir nur sehr langsam voran. Kurzerhand entschieden wir uns nach knapp 22 sm für einen Nachmittag und eine Übernachtung in Trizonia. Dort gibt es eine Marina mit Stegen und vereinzelt Wasseranschlüssen. Kassiert hat keiner – auch die weiterhin kommenden Boote nicht, die sich vor dem Wind in Sicherheit brachten. Die kleine Insel war eine Entdeckung – ein ruhiges kleines Ferienparadies. Man kann sie per Fuß umrunden, es gibt hübsche Unterkünfte, gut geführte Tavernen und ein Geschäft mit überraschend gutem Sortiment. Es war locker gefüllt und fühlte sich an, als mache sich der Ort auf den Weg in Richtung „touristisches Natur-Highlight“.

Durch die Rio-Antirrio-Brücke – Durchfahrt nur nach Anmeldung

Am Morgen des 23. Juli legten wir kurz nach 6 Uhr in Trizonia ab und konnten den Sonnenaufgang auf der Soffio genießen. Unser Weg Richtung Westen führte uns durch die Rio-Antirrio-Brücke (auch Rio-Andirrio-Brücke, offiziell Charilaos Trikoupis-Brücke), die den Golf von Korinth überspannt. Die insgesamt 2,90 km lange Schrägseilbrücke besteht aus der 2,25 km langen Hauptbrücke über dem Meer, die restliche Länge ist auf beiden Seiten über dem Festland verteilt.

Die Anmeldung erfolgt auf Kanal 14, Rufzeichen „Rio Traffic“, Englisch wird verstanden. Man nennt den Bootsnamen, Bootstyp und die Masthöhe, außerdem gibt man an, in welche Richtung man passieren möchte. Die Anmeldung erfolgt ca. 5 sm vor der Passage. (Das gilt für Sportboote bis 20 m Länge, andere müssen sich früher melden.) Man bekommt ein Brückenfeld für die Passage zugewiesen (ein Pfeiler rechts, drei links). Etwa 1 sm vor der Passage ist eine erneute Kontaktaufnahme erwünscht.


Für Brücken-Fans: Die Brücke befindet sich an der engsten Stelle zwischen den Golfen von Patras und Korinth. Vier mächtige Pylone unterteilen das Fahrwasser. Bei der Konstruktion mussten Erbebenrisiken berücksichtigt werden, die mögliche Kollision eines Berufsschiffs mit einem Pylonen und Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h. Sie ist eine der längsten Schrägseilbrücken der Welt.

Ionisches Meer

Insgesamt legten wir 58 sm zurück – ein vor allem am Ende hart erkämpfter Familienrekord. Der Wind frischte im Laufe des Tages zunehmend bis auf 30 Knoten true wind auf und die von uns ersehnte Ankerbucht Oxeias brachte keine Entspannung, sondern starke Fallböen. Glücklicherweise gab es etwas weiter nördlich in der Bucht von Porto Skrofa ein Bojenfeld, was in Griechenland eher selten ist. Dort lagen bereits ein dutzend Boote in Sicherheit und glücklicherweise war auch für uns noch eine Boje frei. Am Ufer soll es hervorragende Restaurants geben – einen Ökologischen Park und Schildkröten, die unter und neben dem Boot schwimmen gibt es auch. Wir waren nur noch erschöpft und glücklich über einen guten Platz für die Nacht.


Am 24. Juli ging es weiter unter Segeln ins knapp 23 sm entfernte Vathi/Vathy, einem hübschen Fischerdorf in einer tiefen Bucht im Norden der Insel Ithaka. Der Wind nahm weiter zu (28 Knoten und mehr) und die Plätze am Kai füllten sich – trotz höherer Preise, wie üblich im Ionischen Meer (wir zahlten ca. 56 Euro für eine Nacht, ohne Strom und Wasser). An Land gibt es Lokale, Geschäfte und Duschen (3 Euro für 6 Minuten) und einen Waschsalon.
Unglaublich, aber wahr: Am Abend wehte es uns die Pommes vom Teller. Unser Anker hielt und wir hatten zusätzlich eine Spring gelegt. Ab Mitternacht legte sich der Wind ganz plötzlich.

Preveza und Ambrakischer Golf

Unser Plan, die Buchten der Ostküste Lefkadas zu besuchen wurde durch die Sperrung des Lefkaskanals im Norden der Insel durchkreuzt. Da auch der Wind weiterhin stark vorhergesagt war, entschieden wir uns für einen ruhigen Abschluss im Ambrakischen Golf mit einer vorherigen Nacht in der Preveza Marina, um Wasser und Strom zu nehmen. Unser Schlag von knapp 46 sm führte uns also am 25. Juli in die recht große Preveza Marina. Dort meldet man sich an und erhält Hilfe beim Tanken und Anlegen (bei Wind durchaus von Nutzen, je nach Platz). Die Einfahrt ist betonnt, da es Flachstellen gibt. Es gibt eine richtige Marina und einen Stadthafen gleich davor – mit Strom und Wasser. Preveza selbst ist lebhaft und gut besucht – dank des Flughafens und der 1000 Charterboote. Die Altstadt ist hübsch mit vielen Restaurants, Nautic-Shops, Geschäften usw.


Am 26. Juli starteten wir in den entspannten Teil unseres Urlaubs: nur 8 sm von Preveza ist der Ambrakische Golf entfernt. Es handelt sich um ein reizvolles Binnenrevier, wo man eher wenige Segler treffen wird. Wir lagen nach einem kurzen Badestopp dann auch für zwei Nächte und abends mit jeweils ordentlich Wind in der gut geschützten Ankerbucht Ormos Vonitsas. Neben uns zwei weitere Grands Soleils – da war die Freude groß. Das Wasser ist nährstoffreich und deshalb eher grün – mit Schildkröten und diversen Vögeln.

Am 28. Juli legten wir uns noch für eine Nacht vor die kleine Stadt Vonitsa – die Seite hinter der kleinen „Enteninsel“ ist deutlich besser geschützt als die Plätze direkt vor der Stadt. Dank Dinghy kommt man gut an Land.

Vonitsa ist eher ruhig und wird von vielen als das Tor zum Ambrakischen Golf angesehen. Es gibt viele nette Restaurants und Cafés, einen kleinen Hafen, wo Fischerboote und kleinere Segelboote festmachen. Es erinnert ein wenig an den Gardasee: viel Grün, Berge und Hügel.

Eine Besonderheit ist die imposante und gut erhaltene Burg, die über der Stadt thront – an einem strategisch günstigen Ort mit Blick auf den Golf, das Ionische Meer und Epirus. Ihre Entstehung geht bis ins 9. Jahrhundert zurück, die entscheidenden Um- und Anbauten erfolgten vor allem im 17. und 18. Jahrhundert, meist durch die Venezianer. Sie ist eines der wichtigsten Denkmäler der Region und ein Markenzeichen der Stadt. Die Blicke in alle Richtungen sind atemberaubend.

Am 29. Juli hieß es dann: auf zum Bootsputz in Preveza.

Aegean 600 2025

… nach 2024 noch einmal

Eine Crew der Soffio wird nach dem letzten Jahr nun ein zweites Mal an dieser schönen, jedoch auch anspruchsvollen Regatta teilnehmen. Wir werden täglich Updates von Verlauf hier publizieren. Die Crew hat bereits mit kleinen Einblicken in die Vorbereitung begonnen. Bleibt dabei!


Es gibt zur Aegean 600 in diesem Jahr noch eine separate Fotogalerie mit Bilder von der Soffio und der Crew, aufgenommen durch die offiziellen Regattafotografen.


Abschlussbericht Aegean 600 2025

Aegean 600 HORC © Nikos Alevromytis/ AleN Photography

Nachdem wir das Rennen bei Kos abgebrochen haben, sind wir in ca. 1 ½ Tagen zurück nach Olympic Marine gesegelt. Unterwegs konnten wir nochmal die Ägäis in allen Bedingungen erleben und haben sogar Delfine gesehen, weshalb wir alle diese Zeit ohne Regattadruck genossen haben. Insgesamt haben wir in den zwei Wochen 808 Seemeilen zurückgelegt.
Jedoch hat uns unterwegs die Nachricht erreicht, dass die „Renoir“ , eine Yacht vom gleichen Typ und gleichen Baujahr wie die Soffio, ihren Mast verloren hat. Das hat uns sehr betroffen gemacht, da dies nur wenig später und nicht weit entfernt von dem Ort vorfiel, wo wir aufgegeben hatten. 
Zurück in Olympic Marine ging es am Samstag dann ans Aufräumen, Deck schrubben, Segel und Leinen spülen und Sachen packen. Abends war es Zeit für die Siegerehrungszeremonie in Lavrion, die wieder sehr schön organisiert war. Neben leckeren Essen und Getränken konnte man sich vor allem gut mit anderen Seglern unterhalten und neue Kontakte knüpfen. Die Familie Gneupel waren auch als Gäste dabei. Wir haben sogar alle Teilnahmedaillen bekommen und es wurde traditionell griechisch getanzt, wo sich Andreas, Samuel und Liane direkt beteiligt haben. Nach diesem schönen abschließenden Abend ging es am Sonntag für alle zurück nach Hause.
Zusammenfassend war die Aegean 600 2025 für uns alle ein tolles und lehrreiches Erlebnis, auch wenn wir die Regatta nicht beenden konnten. Wir hatten Spaß beim Segeln, konnten die Ägäis besser kennenlernen und schöne Sonnenuntergänge beobachten. 
Und wir sind uns alle einig, dass wir noch nicht fertig sind mit der Aegean 600. 


Tagesbericht 10.07.2025

Heute Nacht wurde erstmal Tarics Geburtstag gefeiert. Mittags konnten wir, nach erneuter langer Flaute, endlich Kandelioussa umrunden.

Jedoch wird durch die schwierigen Bedingungen langsam die Zeit knapp. Wir haben uns entschieden erst noch weiter Richtung Kos zu segeln und später zu entscheiden, ob wir die Regatta abbrechen müssen. Doch dazu kam dann noch, dass die Batterien wieder nicht laden und sich diesmal keine einfache Lösung finden ließ. Deshalb haben wir nachmittags vor der Küste von Kos entschieden das Rennen abzubrechen und nach Olympic Marine zurückzusegeln, um pünktlich und vor allem sicher wieder anzukommen. Die Entscheidung war natürlich schwer und wir waren alle enttäuscht, jedoch waren wir uns einig, dass es das Beste ist.

Das nahmen wir dann zum Anlass erstmal baden zu gehen, nach den langen Tagen Regatta eine große Erleichterung. Nun geht es auf dem schnellsten Wege zurück, also quer durch die Ägäis, wo der Maltemi ordentlich bläst. Auf dem Weg nach Astypalaia gab es bis zu 3 Meter Wellen und 30 Knoten Wind, wobei wir ganz schön nass wurden, aber vor allem Spaß hatten. Morgen gibt es dann noch ein Update, wenn wir es zurück nach Olympic Marine geschafft haben und Samstag ist dann schon Zeit für die große Siegerehrungsparty.


Tagesbericht 09.07.2025

Nachts haben wir es endlich aus der Flaute vor Karpathos rausgeschafft und sind mit viel Speed Richtung Rhodos gesegelt. Dabei haben wir unseren neuen Geschwindigkeitsrekord von 13 Knoten aufgestellt! Gegen Morgen wurde es jedoch wieder flau und schließlich verbrachten wir wieder viel Zeit in einer Flaute, diesmal vor Rhodos. Jedoch konnten wir uns zum Nachmittag hin rausarbeiten und Rhodos umrunden. Dann gab es endlich wieder viel Wind während wir zwischen türkischer Küste und griechischen Inseln gekreuzt sind. Die wechselnden Bedingungen, sowie die Hitze tagsüber, machen uns jedoch zunehmend zu schaffen. Abends ging es dann Richtung Kandelioussa, wobei es auch immer wieder zwischen Flaute und Düse gewechselt hat. 


Tagesbericht 08.07.2025

In der Nacht vom Montag zu Dienstag sind wir durch die Caldera Santorinis gekreuzt. Als wir es schließlich durch die Inseln geschafft hatten, wurde der Spi gesetzt und Kurs auf Kasos genommen. Wir haben die ganze Nacht, den Morgen und den Vormittag ordentlich Speed gemacht und unseren persönlichen Rekord von 11,7 Knoten aufgestellt. Dadurch lagen wir auch zwischenzeitlich auf dem 4. Platz in unserer Klasse. Am Nachmittag ging es dann an Kasos und Karpathos vorbei und danach leider wieder in eine Flaute. Zwischenzeitlich haben wir gut manövriert, doch nun sind wir wieder ins Mittelfeld zurückgefallen. Trotzdem haben wir Spaß, es wird gut gekocht und die Flaute wurde auch zum Baden genutzt.
Als kleiner Nachtrag von gestern muss noch das Batterie-Drama erwähnt werden. Da das Laden mit Maschine nicht funktioniert hat, mussten alle Batterien durchgemessen werden, es hat sich jedoch kein Fehler finden lassen. Als sie dann wieder nicht geladen haben, haben wir uns schon Sorge um die Lichtmaschine gemacht und dort alles durchgecheckt. Dabei wurde ein Stecker mit losen Kabeln gefunden, der wieder eingesteckt wurde – und schon hat wieder alles funktioniert. Das war jedoch ein großer Schreckmoment, da wir die Regatta ohne Strom nicht hätten beenden können. Also nochmal Glück gehabt. 
Wir hoffen, dass wir es demnächst aus der Flaute herausschaffen und weiter Richtung Rhodos segeln können. 


Tagesbericht 07.07.2025

Heute war der erste ganze Tag auf See. Nachdem wir die Nacht in der Flaute vor Milos festsaßen, konnten wir die Insel in den frühen Morgenstunden endlich passieren. Dann ging es weiter mit Spinnaker Richtung Santorini. Zwischendurch wurde auch mal der Code 0 gesetzt und dann wieder auf Spi gewechselt. Stand jetzt sollen wir noch heute Abend in die Caldera von Santorini segeln können. Die Stimmung an Bord ist gut und entspannt, vor allem die Wachen funktionieren super.

Das Wachsystem
Wir haben uns in zwei Gruppen eingeteilt, die Backbordwache mit Carsten, Liane, Falk und Jörg und die Steuerbordwache mit Taric, Samuel, Sabine und Matti. Die Wachzeiten haben wir nach dem typischen Prinzip mit 6-Stunden-Wachen tagsüber und 4-Stunden-Wachen nachts festgelegt. Zusätzlich ist immer eine Person der Freiwache im Standby, um, wenn nötig, zu helfen und die Wache mit Essen zu versorgen.


Tagesbericht 06. Juli 2025

Before-Race-Interview: 

Fühlst du dich bereit?
Carsten: Ich denke wir sind bereit. Wir sind absolut bereit. Und wir sind auch bereit immer noch dazuzulernen.
Taric: Ich fühl mich bereit. Ich bin gespannt wies wird und heute sind schöne Bedingungen.
Falk: Pff, ja. Wenn wir uns jetzt noch ordentlich stärken, dann bin ich bereit.
Liane: Ja, ich bin ein bisschen aufgeregt, aber bereit.
Samuel: Ja. Gute Crew.
Sabine: Ja.
Matti: Ja. Doch. Wir haben uns gut vorbereitet, alle nochmal geübt, uns kennengelernt. Ich glaub, mehr konnte man nicht tun.
Jörg: Ich fühl mich so was von bereit.

Was sind deine Erwartungen und Wünsche an die Regatta?
Carsten: Ankommen, Spaß haben und alle anderen sollen Spaß haben. Und wir sollen ein eingespieltes Team werden. Und ich wünsche mir noch, dass Tarics Wunsch in Erfüllung geht.
Samu: Meine erste Regatta. Dass wir ankommen. Dass wir vollständig und sicher wieder ankommen.
Jörg: Mein Wunsch ist, dass wir über die gesamte Strecke gute Winde haben. Meine Erwartungen sind, dass wir sorgfältig segeln, damit niemandem was passiert und, dass wir uns alle gut verstehen.
Falk: Dass wir gesund und munter wieder zurückkommen und wenn wir ins Ziel kommen vielleicht nicht Letzter sind. Und dass wir Freunde bleiben.
Taric: Also ich erwarte spannende Bedingungen und dass wir uns gut verstehen. Mein Wunsch ist Abendessen am 10.07. an Land.
Sabine: Ich freu mich drauf mit dieser bunten Crew die halbe Ägäis durchzusegeln. Ich wünsch mir auch, dass es Spaß macht und alles heil bleibt.
Liane: Dass wir gut wieder ankommen und die Regatta, im Gegensatz zum letzten Mal, erfolgreich beenden.
Matti: Joa. Dass wir schöne Segeltage erleben, dass der Wind sportlich wird, aber nicht zu sportlich, dass wir viel von der Ägäis sehen und Griechenland in guter Erinnerung bleibt. Und dass wir alle heile bleiben und das Schiff heile bleibt.


Was willst du den Leuten zuhause vorher noch sagen?
Carsten: Ich bin dankbar dafür, dass ich hier sein kann und hätte euch auch alle gerne dabei, aber unser Boot ist leider nicht so groß.
Samu: Ihr dürft neidisch sein. 
Jörg: Ich find es cool, dass ich in so einem tollen Team untergekommen bin und freue mich sehr, dass ich an der Regatta teilnehmen kann.
Falk: Stay calm, keep sailing! 
Taric: GaLiGrü
Sabine: Ich vermisse euch. Und ich hoffe ihr verfolgt uns und fiebert mit. 
Liane: Ich freu mich schon euch wiederzusehen und finds toll, dass uns so viele Leute zuhause verfolgen, ihr seid cool.
Matti: Dankeschön, dass ihr die Zeit für mich freigemacht habt und ich hier Regatta segeln darf. 

Der Start
Wir haben schon gegen 11 Uhr abgelegt und die theoretischen Manöver von gestern in die Praxis umgesetzt. Dann haben wir uns nochmal gestärkt und gegen 14:50 Uhr war es endlich soweit – der Start der Aegean 600. Wir sind ganz gut weggekommen und haben vor allem in der Kreuz zur Luvtonne viele Plätze gutgemacht, sodass wir jetzt – auf der Hälfte des Weges zu Milos – im vorderen Mittelfeld unserer Klasse liegen. Nachdem es am Poseidontempel vorbeiging, haben wir auch den Spi gesetzt und später auf den Code Zero gewechselt, sodass wir recht gut vorankommen. Aber vor allem waren die Bedingungen heute deutlich entspannter als beim Start letztes Jahr, weshalb wir alle hochmotiviert sind und hoffen, dass es so weitergeht. 


Samstag, 5. Juli 2025

Heute morgen wurde ordentlich gebunkert, mit Wasserpacks waren es fünf Einkaufswägen.

Viele Flaschen mit Süßwasser

Da das Verstauen länger dauerte als gedacht, haben wir uns entschieden, doch nicht nochmals rauszufahren, sondern im Hafen zu üben. Wir haben Code Zero und Sturmfock angeschlagen und gesetzt. Auch der Spibaum wurde gesetzt und das Hissen des Spinnakers durchgesprochen. Das werden wir morgen früh vorm Start auch nochmals auf See üben.

Probesetzen der Sturmfock

Auch der Wachplan und Taktik wurden schon besprochen. 18 Uhr war es dann Zeit für einen Crewfototermin mit professionellen Fotografen der Aegean 600. Zum Sonnenuntergang ging es noch auf einen Ausflug zum Poseidon Tempel am Kap Sounio, wo ebenfalls schöne Crewfotos gemacht wurden.

Schotbruch Crew Aegean 600 in 2025

Abends sind wir in Lavrion essen gegangen und freuen uns alle auf den Start morgen. 


Freitag, 4. Juli 2025

Heute Nacht hat uns ein Motorboot im Hafen leicht am Bug geschrammt, weshalb morgens erst einmal mit der Werft wegen einer eventueller Reparatur gesprochen werden musste. Wir konnten zum Glück aber trotzdem um 12 Uhr am Warm-Up Race teilnehmen. Vorher haben wir noch mit den neuen Crewmitgliedern ein paar Manöver geübt. Wir haben auch noch einen weiteren Segler dazugewonnen, da ein österreichisches Boot wegen Crewausfällen nicht teilnehmen kann. Deshalb haben wir einen von ihnen, Jörg, aufgenommen, den wir schon vom letzten Jahr kannten. Der Kurs der Proberegatta war ca. 10 Seemeilen lang und lag zwischen der Insel Makronisos und dem Festland. Während des Rennens gab es viel Wind und Welle, weshalb wir auch ordentlich nass wurden. Wir waren jedoch sehr zufrieden mit unserem 9. Platz, da wir sogar schnellere Boote überholen konnten und vor allem Spaß hatten. Danach ging es dann wieder in eine Ankerbucht zum baden und ausruhen. Zurück in Olympic Marine wurde noch etwas am Boot geschraubt, unter anderem ist Taric auf den Mast geklettert, um die Splinte an den Salingen abzukleben. 19:30 Uhr ging es für Carsten und Taric dann zum Skippermeeting. Abends fand außerdem die große Eröffnungszeremonie inklusive Buffett statt, womit die Aegean 600 jetzt offiziell eröffnet ist. Morgen ist der letzte Vorbereitungstag und am Sonntag geht es dann los.

An der Sartlinie mit vorn (links)

Donnerstag, 3. Juli 2025

Heute morgen wurde schon einmal der erste große Einkauf erledigt, ans richtige Bunkern geht es aber erst am Samstag. Dann ging es raus zum Training. Das Vorsegel (G4) wurde angeschlagen und wir haben einige Wenden und Halsen geübt und immer wieder Positionen gewechselt bis alle ein eingespieltes Team waren. Nach mehreren Stunden ging es dann in die Ankerbucht zum baden und ausruhen. Zurück in der Marina begann um 16 Uhr das Sicherheitsseminar. Dabei konnte man unter anderem Feuerlöscher und Rettungsinsel ausprobieren. Am späten Nachmittag kam ein weiteres Crewmitglied, Falk, und nach Mitternacht auch noch Matti an, womit die Crew jetzt endlich komplett ist.


Mittwoch, 02. Juli 2025

Heute musste noch einiges für die Safety Inspection vorbereitet werden. Zum Beispiel wurden Feuerlöscher, Grabbag und Lampen für Schwimmwesten im Marineshop eingekauft, sowie die Reling nachgespannt und die Luken nochmal ordentlich festgeschraubt. Danach blieb noch genug Zeit für den ersten kleinen Probeschlag. Dabei wurde schonmal das Groß gesetzt und sicherheitsrelevante Manöver geübt, zum Beispiel Mann über Bord oder das Einsetzen der Notpinne. Dann ging es wieder nach Olympic Marine, denn 18:30 Uhr war unsere Safety-Inspektion. Die haben wir mit Bravour bestanden, die Prüfer waren vor allem begeistert, dass alle Crewmitglieder über alles Bescheid wussten. Als Belohnung dafür sind wir abends in einer griechischen Taverne essen gegangen und freuen uns schon auf unseren ersten richtigen Trainingstag morgen.


Dienstag, 01. Juli 2025

Der erste Tag in Olympic Marine war geprägt von Klarschiffmachen, Saubermachen und Checklisten abhaken. Die ersten Crewmitglieder, Carsten, Taric, Samuel und Liane, kamen bereits nachts um 2 Uhr an – zum Glück war die Soffio schon eingekrant, die Nacht wurde aber noch im Kanal der Werft verbracht. Morgens wurde dann umgesetzt an die Pier und mit dem Aufräumen begonnen. Alles was nicht für die Regatta benötigt wird, kann im Storage zwischengelagert werden, um Gewicht und Platz zu sparen. Dann ging es an die Safety-Checkliste. Einige Dinge müssen noch ausgetauscht werden, zb ein Feuerlöscher oder die Grab-Bag. Ansonsten sind wir schon ganz gut ausgestattet für die Inspektion morgen um 18:30 Uhr. Außerdem musste das Großsegel angeschlagen werden, damit wir hoffentlich morgen schon mal eine Proberunde drehen können. Am Nachmittag kam dann auch noch ein weiteres Crewmitglied, Sabine, an. Nun fehlen nur noch zwei, dann ist die Crew komplett. Nach einem langen, anstrengenden und vor allem heißen Tag ließen wir den Abend dann im Marina-Restaurant mit Blick auf die Masten ausklingen.

AUSSCHREIBUNG

Ausbildungs- und Prüfungstörn
SKS / SBF See
Elba 18.10. – 26.10.2025


In Fortsetzung einer langjährigen Tradition bietet der Verein zur Förderung des Segelsports Sachsen, kurz Schotbruch e.V. (www.schotbruch.de), auch in diesem Jahr einen Prüfungstörn zum SKS, sowie bei Bedarf auch SBF See, auf der Vereinsyacht SOFFIO an.


Schotbruch betreibt eine 12-Meter Segelyacht vom Typ „Grand Soleil 40“ und stellt diese für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. SOFFIO ist nicht nur mit Segeln sondern auch mit Sicherheitstechnik umfassend ausgestattet, und bietet so beste technische Voraussetzungen für ein intensives Training in Vorbereitung auf praktische SKS (oder SBF) Prüfung.
Hierbei wird die Crew von einem erfahrenen Skipper aus den Reihen des Vereins zielgerichtet angeleitet. Die Crewgröße ist so bemessen, dass für alle Teilnehmer ausreichend Zeit am Steuer zur Verfügung steht.


Die Teilnehmer reisen ab 18. Oktober zum Übergabehafen Portoferraio an. In Absprache mit dem Skipper ist eine gemeinsame Anreise möglich (siehe unten). Nach Bunkern und Einweisung üben wir von Montag bis Donnerstag vor der malerischen Kulisse die sichere Schiffsbeherrschung, die vorgeschriebenen Rettungs- und Segelmanöver, sowie das sichere An- und Ablegen unter Maschine, wiederholen Knoten und alles was sonst in der Prüfung am Freitag bzw. Samstag vorgeführt werden muss. Zudem besteht die Möglichkeit, auch Seemannschaft, Seerecht und Navigation zu wiederholen, um auch die Theorieprüfung zu bestehen (optional), sowie im Anschluss bald selbst das Kommando auf der SOFFIO übernehmen zu können.


Kosten und Bedingungen siehe im Anmeldeformular, welches bitte an
kontakt@schotbruch.de (CC toernplanung@schotbruch.de) gesendet wird.

Der Vorstand von SCHOTBRUCH – VEREIN ZUR FÖRDERUNG DES SEGELSPORTS SACHSEN e.V.

Vor dem Segelauftakt …

Montag, 14. April 

Die erste Crew der Segelsaison hatte sich am Vorabend unweit des Almira Shipyard  niedergelassen, um alle Vorbereitungen zum Einkranen am Dienstag zu treffen. Eine Herausforderung war der Transport aller Segel und des neuen Dinghys von Athen zur Soffio. Dank unseres Athener  „Vereinstaxifahrers“ George war das aber kein Problem. 

„Segeltaxi“

Sebastian entfernte die Regattaaufkleber vom Vorjahr,  wachste und polierte den Bug, Jana verkabelte den neuen Autopiloten und Nils versorgte Crew und Schiff mit den notwendigen Medien. 

Die Soffio mit 2 großen Regattaaufklebern am Backbordbug: der Startnummer und das Logo der Aegean 600

Dienstag, 15. April

Der ursprünglich für 11 Uhr angesetzte Krantermin wurde nochmals um 1 Stunde verschoben, damit das Großsegel einsatzbereit angeschlagen werden konnte. Die Fahrt vom Winterstellplatz zum Kran war abenteuerlich. Der Bug der Soffio wurde mit einem wackeligen Bretterstapel auf dem Trailer abgestützt.  Aber Staff und Bretter schienen nicht ihren ersten Einsatz zu absolvieren.  

Ein Spezialfahrzeug zieht den Trailer mit der Jacht
Die Soffio auf einem Trailerwagen mit abenteuerlicher Bugabstützung
Sich auf das Heck der Soffio, die auf dem Trailer steht
An Gurten hängend wird die Soffio vom Kranwagen über das Slip-Becken gefahren

Im Wasser ging es dann sofort auf Kurs nach Aegina auf der gleichnamigen Insel im Saronischen Golf.  Unterwegs erfolgte das Anschlagen der Genua und das Setzen beider Segel. Die Segelmacher hatten im Vorfeld ordentliche Arbeit gemacht und die Saison 2025 konnte beginnen.

Mittwoch, 16. April 

Doch vorher waren noch einige Arbeiten im Hafen von Aegina zu verrichten. So wurde u.a. das neue Dinghy aufgeblasen und von Nils ausgiebig getestet. 

Aufblasen des Dinghis auf dem Steg

Guter Kauf. Die nervige Montage des Bretterbodens entfällt künftig und das Aufblasen ist nur noch eine Sache von wenigen Minuten.  

Dinghi mit aufblasbaren Boden

Donnerstag, 17. April 

Der Außenborder wurde zerlegt, Vergaser und Tank gereinigt, in der Hoffnung, dass er nach dem anfänglichen Rumzicken nun wieder läuft. 

Am Nachmittag ging es auf See in Richtung Kap Sounio, um die Crew für den anschließenden Kykladen-Törn aufzunehmen. 

Jugendtörn August 2025

Auch 2025 bietet Schotbruch wieder einen Jugendtörn an Bord der SOFFIO. Diesmal von Preveza/GR nach voraussichtlich Bari/IT ab 10. bis 23./24. August.

Download von Ausschreibung und Anmeldeformular hier.

Auf ein neues Segeljahr 2025 !

Wir wünschen allen Schotbrüchigen ein hoffentlich gesundes sowie ereignis- und erfolgreiches Segeljahr.
Möge immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel, ein halber Meter Luft über dem Masttop, eine Fenderstärke zu seitlichen Hindernissen sowie freie Fahrt voraus sein!

Ende Oktober wurde unsere Vereinsjacht ins Winterlager in Griechenland „einquartiert“. Es stehen wie immer so einige Erhaltungsmaßnahmen an.

Wann wird sie wohl nach den vielen geplanten Arbeiten der Werft sowie der Work&Sail-Teams aus dem Verein wieder zu Wasser gelassen werden?


Der bisherige Törnplan sieht einen aktiven Start der Segelsaison im April vor. Ersterer is jedoch keineswegs fertig! Bringt euch ein und kommuniziert eure Törn- bzw. Regatta-Vorschläge unserem Törnplaner. Es ist nicht mehr so viel Zeit, bis er stehen muss, denn es ist wieder ein Kettentörn angedacht, der ein Winterlager an der italienischen Westküste vorsieht.

Wir sind dabei gewesen! Regatta Divertimento

Bericht über der Teilnahme der Soffio an der Divertimento Regatta in der Ägäis – Revier Kos

Vom 29.09. bis 04.10. nahm unsere alte / schnelle Lady an einer Funregatta vor Kos und den umliegenden Inseln teil. Skipper war Richard Franke mit Co Roland Übelacker.

Möglich wurde dies nur, weil Roland die Soffio von Lavrion nach Kos gebracht hat unter wirklich harten Bedingungen.
Roland, Efharisto!
Ohne Dich hätten wir die Regatta nicht mitsegeln können.

Richard ist dann auf Kos dazugekommen und hat von Roland das Kommando übernommen.


Unglaublich aber wahr – Roland hat 2 Tage vor Kos und kurz vor der Insel Levitha einen ausgewachsenen Thunfisch bei sehr bewegter See und nach einem wirklich harten Kampf gefangen. So ein Thunfisch hat enorme Kräfte.

Fängt man nicht alle Tage …

Aber zurück zur Regatta.

Name der Regatta:
Divertimento, was italienisch ist und soviel bedeutet wie Spaß.

Damit kein falscher Eindruck entsteht. Es ist schon eine privat organisierte Regatta mit allem drum und dran.

Warum der Name:

1998 hat der damalige Inhaber der Segelschule Steinberg einen Flottillentörn organisiert, damit frischen Scheininhabern aber auch schon erfahrene Skipper Segeln unter Gleichgesinnten zu ermöglichen, Erfahrungen zu sammeln und dabei auch viel Spaß zu haben. Damit es auch die seglerische Erfahrungen fördert, hat er kurzum daraus eine Regatta gemacht. Tägliche Regatten, am Ende hat das Schiff mit den wenigsten Punkten gewonnen. Abends im Hafen hat man Kontakt zu den anderen Crews und natürlich auch viel Spaß, sich aber auch fachlich ausgetauscht. „Was hast Du in der oder der Situation gemacht; Wie hast Du es geschafft, so schnell zu sein……; wie hast Du die Segel getrimmt; wie war Deine Kreuztaktik….“
Natürlich war es auch gute Publicity für die Segelschule.

2003 hat dann ein ehemaliger Ausbilder der Segelschule die Organisation übernommen und der Regatta einen Namen gegeben:

Divertimento

Flottille mit sportlichem Anspruch und Spaß. Mit Charteryachten. Ambitioniertes Segeln mit Ehrgeiz, aber auch Förderung der Gemeinschaft und Fairness.


Die Organisation ist sehr professionell. Regattaleitung, Yardstickkommission, Startkoordinaten, Zwischenziele, die durchfahren werden müssen und und Finishline begrenzt durch zwei Koordinaten. Fairness, dass man nicht schummelt – denn das könnte keiner kontrollieren – und dass man sich auch gegenseitig hilft.


Dieses Jahr, 40. KW, fand die Regatta mit Start in Kos statt. 12 Yachten, eine davon unsere Soffio, die einzige Nicht-Charteryacht.

Mit 40 Fuß die kleinste Yacht, aber mit dem besten Geschwindigkeitspotential. Klar mit etwas Komforteinbußen ggü. einer Charteryacht, aber dafür mit dem größten Segelspaß.
So hat uns die Yardstickkommission die Zahl gegeben, die auch im Meßbrief steht: 86.
Das hat zwar schon etwas Diskussion hervorgerufen, denn Richard und Roland wollte natürlich eine etwas günstigere Zahl. Immerhin durfte man außer Fock und Groß keine weiteren Segel nutzen. Und das größte Schiff, Eine 49 er Jeanneau mit Lattengroß hatte die gleiche Zahl. Ein anderes Schiff, 44 Fuß, durchgelattetes Groß und kein bremsendes Bugstrahlruder, hatte 90.
Letztendlich haben wir es sportlich gesehen und uns gesagt, wir müssen schon gut sein und dürfen uns keine Fehler erlauben, dann schaffen wir das.

1. Tag: Ziel – Kalymnos, Palionisos

Start: eine Punktlandung von uns an der Startlinie. Dann auf der Kreuz bei 8 bis 11 Knoten Wind zum ersten Zwischenziel. Da erkennt man die Unterschiede. Wir konnten deutlich besser Höhe laufen.
So hatte ich dann auch zugestimmt, dass Rolands Sohn seine Angeln ausbringen kann. Schon etwas crazy, während der Regatta auch noch Hochseeangeln. Aber wir hatten schnell einen guten Vorsprung herausgesegelt.
Leider hat Richard vor lauter Freude, schönstes Wetter, Sonnensegeln mit genügend Wind, die letzte Wende zum 1. Zwischenziel um ca. 3 Minuten verschlafen. Na ja, dachten wir, wir können im weiteren Verlauf wieder etwas gut machen, was der zunehmende Abstand zu den anderen zeigte.
Der Wind nahm deutlich ab auf 5 – 7 Knoten. Gut für die leichte Soffio, schlecht für die Charterbomber. Ca. 2 nm vor dem zweiten Zwischenziel schlief der Wind fast gänzlich ein und die Hälfte der Flotte war in Flaute z.T. 4 nm und mehr zurück. Die Regattaleitung hat dann Abbruch vorgeschlagen und als Endziel das Zwischenziel anzuerkennen. Es war noch ½ h zum Zwischenziel und wir sagten, das können wir schaffen.

Wenn es einer im Zeitlimit schafft, dann müssen die anderen weiter segeln, egal wie lange es dauert, oder abbrechen.

Leider war ich zu fair und habe dem Abbruch zugestimmt. Das war eine Lehre. Aber ich sagte mir, wenn es heute am ersten Tag nicht ganz zum Ersten nach Zeitumrechnung reicht, dann haben wir ja noch 5 weitere Wettfahrten und man hat am Ende auch einen Streicher. (Das schlechteste Tagesergebnis zählt nicht) … und die hinteren Boote währen dann bei angehender Dunkelheit in unserer Bucht angekommen.

2. Tag:

Die Regattaleitung entscheidet, nicht auszulaufen. Zu starker Wind. Na ja, es wäre schon gegangen, wenn man eine kürzere Distanz gesegelt wäre. Aber es gab wohl bedenken, für 12 Yachten abends keinen Platz zu finden.

3. Tag: Kalymnos nach Levitha.

Schönstes Segelwetter, 18 bis 25 kn Wind – überwiegend Halbwind. Wir waren oft vor der Entscheidung zu reffen. Könnten es aber noch über den Traveller ausgleichen.
Start gut in Luv und frei von den anderen. ca. 0,1 nm hinter der Linie beim Startschuß. Nicht optimal, aber ok.
Die Soffio setzt sich schnell ab. Teilweise surfen wir. Seitliche Welle, das heißt Arbeit am Steuer. Roland und ich lösen uns ab. Hinter uns zwei Yachten auf den Fersen.

Zieldurchlauf: 1. Soffio. Hoffentlich reicht es nach Yardstick

Traumhafte Bucht, Baden, chillen und abends mit der ganzen Gruppe Essen beim Ziegenwirt.

4. Tag: Levitha nach Kalymnos Stadt

Verhältnisse wie am Vortrag. Im Schnitt geringfügig weniger Wind. Das waren unsere Bedingungen. Wir fliegen regelrecht und kommen mit Respektabstand ins Ziel. Allerdings hat die seitliche Welle von uns alles abverlangt.

5. Tag: Kalymnos nach Nysiros, die Vulkaninsel

Start – 3 kn Wind. Abbruch. Neue Startlinie = erstes Zwischenziel. Zweiter Startversuch – 4 bis 5 kn Wind. Der Soffio reicht das. Trotzdem wurde abgebrochen, obwohl wir dagegen gestimmt hatten.

Die Einfahrt nach Nysiros war dann Nervenkitzel, denn wir hatten den größten Tiefgang. Es passte gefühlt keine Feder mehr zwischen uns und dem zum Glück sandigen Untergrund. Wir wurden aber dann mit einem wirklich charmanten Hafen belohnt sowie einer Rundfahrt mit gemietetem Auto auf der Insel. Abends dann Party auf einem Nachbarboot. Für Gäste war die Soffio ja doch etwas zu klein.

6. Tag: Nysiros nach Kos

Jetzt haben wir den Salat. wirklich 0,0 Wind. Unter Maschine mit Badestop zurück nach Kos.

Abends dann Siegerehrung

Wir bekamen den Preis für das schnellste Boot und leider nur den zweiten Platz nach Zeitumrechnung. 28 Secunden haben uns am ersten Tag gefehlt auf Platz eins. Dann hätten wir auch nach Umrechnung den 1. Platz geholt. Die Strafe für den ersten Tag. Trotzdem waren wir rundum zufreiden und hatten einen schönen Abend.

Ach ja, leider hat kein Fisch die ganze Wettfahrt über unsere Köder geschnappt.

Fazit:

Die Yardstickzahl war i.O., Die Soffio läuft und macht Spaß, allerdings braucht Sie nun wirklich mal einen Generalcheck. Hat Sie ja auch verdient.


… und hier noch ein paar Impressionen von der Regatta …

Wassersport bei bestem Wetter

Treffen mit Jolle, Opti, Kajak und SUP am Senftenberger See

Wieder hinaus aufs Wasser! Bei strahlendem Sonnenschein und recht guten Windbedingungen haben wir uns am 24. August mit Freunden und Familien am Senftenberger See getroffen. Das gemeinsame Jollensegeln am Ende des Sommers ist schon eine kleine Schotbruch-Tradition, auch um neuen Mitgliedern eine Gelegenheit zum Kennenzulernen zu bieten, sich über die zurückliegenden Regatten und Segeltörns auszutauschen oder Tipps für bevorstehende Fahrten zu geben.

Das Highlight waren natürlich wie immer die Segel- und Wassersportaktivitäten. Die drei geliehenen Ixylon Jollen wurden dank dem AdW Zeuthen (adw-zeuthen.de) von einem Opti ergänzt, der vor allem bei den jungen Mitgliedern für große Freude sorgte. Nach einem Auffrischungs-Training auf der Wiese ging es voller Begeisterung und unter Anleitung aufs Wasser. Selbst die Pinne in die Hand zu nehmen macht einfach Spaß!

Unsere Flottille (3x Ixy, Laser Bahia, Opti, Kajak)
Unsere Flottille (3x Ixy, Laser Bahia, Opti, Kajak)
Halsen will gelernt sein
Halsen will gelernt sein

Unser Vereinsmitglied Walter steuerte außerdem ein Kajak und einen Laser Bahia bei und stellte auch den Kontakt zum ansässigen Yacht- und Surfclub Senftenberger See e. V. her. Yacht und Surfclub Senftenberger See e.V. – Start (segelverein-ysc.de). Wir bleiben in Kontakt.

Segeln macht Freu(n)de
Segeln macht Freu(n)de

Ganz herzlichen Dank an alle, die diesen Tag organisiert haben und schön, dass so viele dabei sein konnten!

Schotbruch Jugendtörn 2024

Seit vielen Jahren veranstaltet Schotbruch e.V. Jugendtörns, um unseren seglerischen Nachwuchs schrittweise an eine zukünftig eigenverantwortliche Schiffsführung heranzuführen. Im letzten Jahr hatten z.B. 3 Jugendliche zum Törnabschluss ihren SBF See abgelegt. In diesem Jahr besteht die Herausforderung im Umgang mit wechselhaften und teils recht anspruchsvollen Segelbedingungen der griechischen Inselwelt.

Hier folgen nun die von den Teilnehmern verfassten Tagesberichte:


Mittwoch und Donnerstag 7. und 8. August

Gleich nach dem Frühstück machten sich heute Timm, Erik und Carsten auf den Weg zum Yachtservice von Vangelis Kolias, um eine neue  Bordbatterie zu kaufen. Sie wurden auch fündig und so kamen gegen Mittag der griechische Werftchef persönlich und sein Übersetzer mit ihren Mopeds vorbei und haben die neue Batterie hergebracht. Diese wurde von unserem Fachmann Timm rasch eingebaut und gegen 14:30 konnten wir schließlich aus Karystos auf Euböa abgelegen.

Unser Ziel war die nur 11 Meilen entfernte Bucht Ormeo Vasiliko auf Megalonisos und diese erreichten wir auch ziemlich schnell mit 9 Knoten Höchstgeschwindigkeit. Die Ankerbucht mussten wir uns nur mit einem weiteren Segelschiff teilen, was auch daran liegen könnte, dass es ziemlich windig war. Dies hinderte uns aber nicht daran, noch Schwimmen und Tauchen zu gehen. 

Am nächsten Morgen machten wir uns unter der Leitung von dem Skipper-of-the-day Samuel auf den Weg zurück Richtung Süden. Timm, der heutige Navigator, hatte es sich zum Ziel gemacht, die gesamte Strecke ohne elektronische Hilfsmittel zu navigieren. Um unsere Position zu plotten sah man ihn nun viel Zeit mit dem Peilkompass verbringen. In ca. fünf Stunden und mit 27 zurückgelegten Seemeilen erreichten wir dann die Bucht von Sounio. Von dort hatten wir einen perfekten Blick auf den Poseidon Tempel, den wir abends auch noch von Nahem anschauten, wofür wir mit dem Beiboot zum Strand fuhren und dann noch ca eine halbe Stunde laufen mussten. Wir kamen perfekt zur Golden Hour an und von der Spitze hatte man einen wunderschönen Blick über die ganze Bucht und auf die untergehende Sonne.


Dienstag, 6.8.2024

Wir begannen den Dienstag in Kea, wo wir am Vorabend komplett manuell geankert hatten. Diesmal übernahm Samuel das Steuer und Klara die Navigation. 
Auch wenn wir nur 23 Seemeilen zurücklegten, stellte sich der Tag schon nach kurzer Zeit als sehr abwechslungreich heraus. Wir starteten im 2. Reff jedoch entschieden wir uns nach kurzer Zeit auszureffen und nahmen die Genua dazu. Zwischendurch waren teilweise nur 2 Knoten Wind, jedoch nahm die Welle nicht ab.
Wir entschieden uns das Code 0 herauszuholen und begannen Fahrt aufzunehmen. Nach ca. einer Stunde konnten wir dem Flautengebiet entkommen, jedenfalls kurzzeitig. Es brieste schnell so weit auf, dass wir bald wieder mit 2. Reff und Genua 4 segelten, bis der Wind erneut  verschwand und um 180 Grad drehte als wir uns Karysthos näherten. 
Wir zogen erneut das Code 0 heraus und segelten zum ersten mal „Butterfly“. Irgendwann fiel das Großsegel jedoch ständig ein und wir entschieden mit Genua 4 und Code 0 eine Passatbesegelung zu setzen, wodurch wir fast einen Knoten beschleunigten. Wir benutzten den Spibaum für die Genua um mehr projezierte Fläche zu bekommen und fierten das Vorliek vom Code 0 ein Stück für ein bauchigeres Profil.
Wir fuhren so noch bis kurz vor den Hafen von Karysthos und legten erfolgreich an. Als Belohnung gingen wir später noch baden. Der Tag endete sportlich mit einem kleinen workout auf der Mole.


Montag, 5.8.2024

„Skipper of the day“ war heute Timm und hat uns erfolgreich aus dem Hafen von Merihas gesteuert. Klara war heute zum ersten Mal teil des Ankerteams und Antonie unsere Navigatorin. Außerhalb des Hafenbeckens setzten wir direkt die Segel – in Anbetracht der Vorhersage allerdings das Groß gleich im 2. Reff und dazu die Genua 4. Es erwarteten uns über einen Meter hohe Wellen und frischer Wind mit bis 27 Knoten, weshalb wir später auch die Genua wieder runternahmen. Mit über 6 Knoten kreuzten wir an der Insel Kythnos entlang und haben dabei taktisches Segeln gelernt: man sollte nämlich beim Aufkreuzen immer möglichst zunächst in die Richtung des zukünftigen Winddrehers segeln, um später den Wind nicht wieder von vorne zu haben. Regattamäßig vollführten wir Wenden daher erst so kurz wie möglich vor der Küste und nach aufregenden 26 Seemeilen erreichten wir schließlich die Bucht von Korissia, wo wir für die Nacht ankerten.


Samstag/Sonntag 3./4.8.2024

Der 3.August war unser vierter Seetag. Aufgewacht sind wir in der Bucht von Dokos, in der wir auch vor dem inzwischen südlichen Wind sehr gut geschützt lagen. Nach dem Frühstück haben sich 5 von uns im Rahmen des vom Skipper verordneten Fitnessprogrammd auf den Weg gemacht, die Insel zu erkunden. Man hatte von der Spitze des Hanges einen sehr guten Ausblick auf die Bucht und die Soffio (Foto), welche wie ein kleiner Kutter von da oben aussah.

Bucht von Dokos mit der Soffio for Anker

Im Anschluss gab es an Bord Nudeln mit Ei zum Mittag. Danach wurde gebadet bevor wir nach ausführlichem Briefing gegen 18 Uhr zu unserer Nachtfahrt von Dokos nach Kythnos aufbrachen. Die ersten 10 sm motorten wir an Hydra vorbei um unsere leider entladenen, weil teils defekten Batterien zu laden. Danach setzten wir das Großsegel und die Genua. Mit 8 Knoten Wind fuhren wir 4 knt. Es gab 2 Wachen aus je 3 Jugendlichen (WachführerIn, NavigatorIn, SegeltrimmerIn) für je 3 Stunden, während der Skipper die Nacht im Stand-By Modus verbrachte. Die folgenden Stunden trieben wir mit „stürmischen“ 0 bis 4 Knoten Wind in Richtung der Insel Georgios. Zwischendurch hatten wir keine Ruderwirkung mehr und drehten uns um ca 100°.
Am Sonntagmorgen ging es ab ca 9 Uhr endlich mit angenehmen 10kn Wind unter Großsegel und Code Zero dann zügiger in Richtung unseres Ziels auf der Kykladen Insel Kythnos. Dort angekommen haben wir kurz in einer Bucht geankert und später in einem Hafen angelegt, um die schwächelnden Batterien zu laden und unsere Vorräte aufzustocken.

gesegelter Kur von Dokos nach Kythnos

Donnerstag/Freitag 1./2.8.2024

Den Donnerstag verbrachten wir nach dem vorherigen Segeltag mit Abkühlen in der Bucht von Poros und Einkäufen, um unsere Vorräte wieder aufzustocken. So konnten wir Freitagvormittag nach ein paar letzten Besorgungen voll Energie nach Dokos aufbrechen. Die Etappe begann mit Antonies Ablegemanöver und einer Kanaldurchfahrt bei Poros, durch die uns Timm mit Bravour navigierte. Sofort haben wir Groß und Genua gesetzt, um mit einer Geschwindigkeit von 5 Knoten gut Strecke machen zu können. Nach dem Umfahren einer Landzunge nahm der Wind ab, so dass Erik und Timm das Code 0 aus dem Vorschiff holten. So konnten wir gegen 15 Uhr die Segel zügig bergen und den Anker in einer Bucht vor Dokos werfen. Dort sind wir zur Insel geschwommen und haben in einem Abendspaziergang den Sonnenuntergang genossen.

Ankerlieger in einer Bucht von Poros

Mittwoch, 31.7.24

Gestern sind wir, 6 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie unser Skipper, in Athen angekommen, haben erstmal eingekauft sowie Wasser aufgefüllt. 

Heute mussten wir zuerst noch eine neue Segellatte besorgen und den Dieseltank volltanken. Nach der Sicherheitseinweisung, folgte das erste Ablegermanöver um 13:15 Uhr und im Anschluss Mann-über-Bord-Manöver-Übungen mit Timm am Steuer. Klara hat danach das Steuer und Liane die Navigation übernommen. Da es bis zu 20 Knoten Wind gab, kam die Genua 4 zum Einsatz. Im Anschluss hat Samuel das Steuer übernommen und mit uns die erste Halse des Törns durchgeführt.

Die Soffio nur unter der Genua 4 mit Kurs auf eine Insel
Navigation mit Seekarte auf Papier und auf dem Tablet

Am Nachmittag wollten wir eigentlich im Hafen von Perdika anlegen. Er war jedoch voll belegt, weshalb wir mit dem Groß im zweiten Reff und dem Vorsegel Kurs auf Poros genommen haben. Dort sind wir nach insgesamt 38,8 sm angekommen und haben in der gut gefüllten Bucht geankert. Unterwegs erhielten wir eine Warnung vor einem Brand, der ausgebrochen war. Die Rauchwolke hat man bis nach Poros sehen können. Insgesamt war es ein sehr guter Einstieg für den Jugendtörn 2024 in Griechenland, bei dem wir noch viel lernen werden.

Schotbruch & Aegean 600

Update vom 13. Juli

Anbei ein kleine Nachlese und Bilder vom Abschiedsabend.

… Was man im Auge behalten muss …
Der gebrochene Reffhaken

Einige Crews berichteten von über 40 Konten Windgeschwindigkeit bei Kasos. Dies konnte durch die Soffio bestätigt werden.

Update vom 12. Juli wieder aus der Olympic Marina

Regatta – Teil 2
Am nächsten Morgen lagen wir immer noch in der Flaute vor Rhodos und hatten uns die Nacht über nicht wirklich bewegt. Dafür konnten wir einen eindrucksvollen Sonnenaufgang beobachten und natürlich wurde auch Tarics Geburtstag begangen. Nachdem wir nun schon so lange an einer Stelle festhingen und sowieso schon wegen Sturm und Großsegel zurückgefallen waren, rechnete der Skipper Carsten nochmal alle Optionen durch. Leider kamen wir durch die Windvorhersagen und dem baldigen Schließen der Ziellinie zu dem Schluss, dass wir die Aegean 600 nicht zuende segeln können. Um Mittag herum war die Entscheidung gefällt, das Race Commitee informiert und wir haben die Maschine gestartet. Nun nehmen wir den schnellstmöglichen Weg zurück zur Olympic Marine. Unterwegs hatten wir sehr wechselhafte Bedingungen, konnten aber auch teilweise etwas segeln. Am Donnerstag mussten wir in Naxos stoppen um zu tanken. Ein Crewmitglied, Frank, nutzte die Chance um in die Fähre umzusteigen, um seinen Flug zu schaffen. Zu fünft ging es dann abends noch weiter und bereits Freitag 7 Uhr morgens legten wir in der Marina an. Durch die frühe Ankunft konnten wir das Großsegel direkt zum örtlichen Segelmacher bringen, mit dem wir schon unterwegs kommuniziert hatten. Außerdem war es Zeit mal wieder ordentlich klar Schiff zu machen – da gab es einiges zu tun. Den ersten Abend an Land haben wir mit Essengehen in Lavrion genossen und morgen ist es schon Zeit für die Siegerehrungszeremonie…

Update vom 11. Juli

Ein paar Impressionen vom Bord der Soffio während der aktiven Regattaphase.

Update vom 10. Juli

Heute um 11:37 musste die Soffio auf der Position 36°16,97’N / 028°14,00’E die Beteiligung an der Regatta leider aufgeben.
Der Skipper begründete dies gegenüber der Rennleitung mit folgenden Worten (auf Englisch): „Mit Schäden am Groß und daher nur in der Lage mit einem Reff zu segeln, ist ein Erreichen des Ziels im Rahmen des Zeitlimits nicht mehr möglich. Es war soweit eine einmalige Erfahrung und wir sollten es im nächsten Jahr erneut versuchen.“


Von Bord der Soffio: Die ersten Tage der Regatta

Der Tag des Starts begann mit 25 Knoten Wind mit 35er Böen und 1 Meter Wellen. Auch mit minimaler Segelführung, G4 und Großsegel im 2. Reff, hat es uns stark auf die Seite gelegt. Der Start hat sich dadurch und durch die vielen anderen Boote auf zu kleinem Raum sehr aufregend gestaltet (und eine Schildkröte wurde gesichtet). Die beiden darauffolgenden Tonnen konnten wir einwandfrei passieren und danach ging es erstmal für 60 Seemeilen nach Süden und das mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12,1 Knoten. In der ersten Nacht wurde Milos gerundet mit kurzer Flaute und dann ging es weiter Richtung Santorini. Diese Insel haben wir am Montag-vormittags passiert und die Vulkansteilwände bewundert. Danach ging es weiter nach Kasos und Karpathos. Dort erwarteten uns nachts über 40 Knoten Wind und aufgrund von Warnungen durch andere Segler haben wir uns entschieden, alle Segel zu bergen. Wir sind teilweise nur mit aufgestellter Sprayhood 5 Knoten gesegelt und haben ab und zu das Vorsegel ausgerollt um noch mehr Geschwindigkeit zu behalten. Als wir dann morgens endlich an Karpathos vorbei waren, liefen wir erst einmal in eine Flaute. Deshalb haben wir den Spi gesetzt und konnten nach einer Weile auch wieder auf die G4 wechseln. Allerdings sind uns Risse im unteren Teil des Großsegels aufgefallen, die wahrscheinlich in der letzten Nacht entstanden waren, weshalb wir nun im 1. Reff segeln. Am Nachmittag stieg der Wind aber sowieso wieder auf über 30 Knoten und wir sind im 2. Reff mit 8,5 Knoten weiter. Am frühen Abend kamen wir aber schließlich in die Abdeckung von Rhodos und konnten wieder ausreffen. Jedoch gerieten wir später wieder in eine Flaute und verbrachten die Nacht bei Rhodos.

Update vom 9. Juli

Bisher haben uns keine Neuigkeiten vom Bord der Soffio erreicht. Wahrscheinlich ist der Abstand zu Karpathos zu groß. Dank des Trackers kennen wir aber den Standort und die Durchschnittsgeschwindigkeit. Diese lag gegen 7:30 unter 6 kn obwohl der prognostizierte Wind mindestens 7 kn erwarten ließ. Wahrscheinlich schläft momentan der Wind auch hinter Karpathos ein. Ein ähnliche Situation gibt es entlang der Küste von Rhodos. WIe die folgenden Screenshots der Windy-App zeigen, herrscht dort gegenwärtig Flaute bei eine entgegensetzenden Strom. Man kann erkennen, wie die Boote versuchen, keine gutgemachte Strecke zu verlieren.

Update vom 8. Juli

Der Regattapulk hat als verpflichtenden Wegepunkt die innere Insel im Santorini-Krater zu passieren. Diese Festlegung ist sicher sowohl für die Crews als auch für die Menschen auf der Insel einer der Höhepunkte der Wettfahrt.

Annäherung an Santorini
Der Meltemi bläßt
beständig …
Santorini in Sicht
Diese Insel muss halb gerundet werden
Der Regatta-Tacker zeigt die ORC-3-Boote

Update vom 7. Juli

Die „Aegaen 600 2024“ wurde planmäßig gestartet.
leider haben uns noch keine Mitteilungen von Bord der Soffio erreicht.

Update vom 6. Juli

Der letzte Vorbereitungstag begann mit finalem Organisieren und Reparieren. Großes Kopfzerbrechen hat uns mal wieder die Elektrik bereitet, aber auch das konnte gelöst werden. Außerdem wurde ein Wachplan erstellt und eingekauft.

Die Soffio ist jetzt klar für den Start
Die Soffio ist jetzt klar für den Start
Wir haben im Feld die Bootsnummer 53
Wir haben im Feld die Bootsnummer 53

17:30 Uhr war offizieller Fototermin vor der großen Aegean-600-Tafel, wodurch wir jetzt ein tolles Crewfoto haben. Später wurde auch noch ein Ausflug zum Poseidontempel für alle Segler organisiert. Mit Bus wurden wir auf das Kap von Sounio gefahren und konnten dort die Architektur und den Ausblick genießen.

der - noch - leere Wachplan
der – noch – leere Wachplan
der Poseidon-Tempel
Die Crew -1 vor dem Poseidon-Tempel
Blick vom Tempel in die Bucht
Der Tempel aus einem anderen Blickwinkel

Abends sind wir mit dem Taxi in die nahegelegene Stadt Lavrion gefahren und waren in einem griechischen Restaurant essen. Wieder zurück bei der Soffio, haben wir noch einmal die Route durchgesprochen und den Start morgen geplant. Morgen ist es soweit…

Update vom 5. Juli

Der Morgen begann mit einem Skipper Meeting zum Highlight des heutigen Tages: das Warm-Up-Race. Gegen 11 Uhr haben wir gemeinsam mit vielen anderen Regattateilnehmern abgelegt und sind zum Startgebiet gekreuzt. Vor dem Start mussten wir unsere Startnummer ans Boot kleben.

Anbringen des offiziellen Regatta-Aufklebers
Anbringen des offiziellen Regatta-Aufklebers

Nach einem guten Start waren wir schnell an der ersten Tonne und nah an den Booten vor uns. Wir mussten einige Manöver durchführen, u.a. Spi setzen, G4 zu G3 wechseln und viele Wenden und Halsen fahren. Das hat alles gut funktioniert und der Skipper war zufrieden. Vor der Ziellinie haben wir sogar noch zwei Boote knapp überholt und hatten somit wirklich etwas zu feiern.
Nach dieser erfolgreichen Aufwärmregatta haben wir uns dann noch entschieden in eine Ankerbucht zu segeln und baden zu gehen. Auch abends war viel los. Nach einem weiteren Skipper Meeting war es 20:30 Uhr Zeit für die offizielle Eröffnungszeremonie mit Bühne, Reden halten, Musik und Buffet. Bis spätabends saßen wir dort, haben uns mit anderen Seglern ausgetauscht und den Abend ausklingen lassen. Nun trennt uns nur noch ein Tag und wenige Stunden vom Start der Aegean 600…

Update vom 4. Juli

Nach einem späten Frühstück und relativ entspanntem Vormittag ging es mittags endlich raus zum trainieren. In der Meerenge von Makronisou haben wir einige Runden gedreht und vor allem veschiedene Segel gesetzt.

Trainingsschlag auf dem Navigationstablett
Trainingsschlag
Try-Segel und Sturmfock sind gesetzt. Beide sind aus orangem Dacron
Try-Segel und Sturmfock sind gesetzt

G4, Stormjib und Trisail wurden erfolgreich getestet und nach einigen Stunden sind wir dann zurück in die Marina, da sich ein Gewitter näherte. Gerade als wir wieder angelegt hatten, kam unser letztes fehlendes Crewmitglied an – Frank! Nun ist die Regattacrew komplett: Carsten, Jorg, Taric, Hagen, Liane und Frank.

Die Ausgangs- und Ziel-Marina der Regatta
Die Ausgangs- und Ziel-Marina der Regatta
Das letzte Crew-Mitglied ist an Bord
Das letzte Crew-Mitglied ist an Bord

Dann haben wir noch letzte Dinge am Boot gebastelt bis das Wetter zu schlecht wurde. 18 bis 21 Uhr gab es ein von der Regattaleitung veranstaltetes Sicherheitstraining, an dem wir alle teilgenommen und einiges gelernt bzw. wiederholt haben.

Den Abend haben wir dann im Restaurant ausklingen lassen und schon morgen ist es Zeit für das Aufwärmrennen…

Update vom 3. Juli

Basteln, Safetychecks, Aufräumen etc.
Heute morgen haben wir schon früh angefangen zu arbeiten, um der Mittagshitze zu entgehen. Die Checkliste für die Sicherheitsprüfung wurde nach und nach abgearbeitet, einiges wurde im Marinashop besorgt und nicht benötigte Dinge wurden von Bord gebracht, um Gewicht einzusparen. Das Windex-Licht wurde mit mehrfachen auf den Mast klettern und Kabel durchziehen endlich repariert, Rettungsmittel beschriftet und bereitgelegt zur Inspektion. Nach einem langen Tag war es dann 19:30 Uhr so weit für die Überprüfung durch die Regattaleitung. Wir haben mit Bravour bestanden und es gab fast nichts zu verbessern. Und so ging ein weiterer ereignisreicher Regatta-Vorbereitungstag zu Ende.

Arbeiten am Masttop

Update vom 2. Juli

Ankunft in Olympic Marine
Heute wurde in den kühlen Morgenstunden einiges am Boot gearbeitet. Taric hat von oben die Elektrik im Mast kontrolliert und Rollen geschmiert. Als es dann zu warm wurde, haben wir von Perdika abgelegt und nach kurzer Badepause Kurs auf Athen genommen. Unterwegs hat der Wind abgenommen und wir haben erstmals den Code Zero gesetzt.
Später konnten wir sogar den eindrucksvollen Tempel von Poseidon sehen. Außerdem haben wir den anderen Spinnaker getestet, den wir noch nicht ausprobiert hatten und etwas Spi-Training gemacht. Kurz vor der Olympic Marine wurden einige Delfine gesichtet und gegen ca. 18 Uhr haben wir dort angelegt.

Update vom 1. Juli

Vom Bord der Soffio

…
Die erst Nacht an Bord der Soffio begann mit Ein-Mann-Wachen mit Unterstützung von jeweils einem Stand-By. Um ca. 2 Uhr passierten wir die Rio-Andirrio-Brücke, die nachts eindrucksvoll beleuchtet war.

Ein weiteres Highlight waren Delfin-Sichtungen und als vormittags alle wieder wach waren, war der Kanal von Korinth nicht mehr weit entfernt. Am frühen Nachmittag trafen wir dort ein, aber mussten noch etwas auf unseren Slot warten. Gemeinsam mit mehreren anderen Yachten konnten wir schließlich die etwa halbstündige Durchquerung antreten. Der Kanal von Korinth ist nur 24 Meter breit und von 80 Meter hohen Steilwänden umgeben. Nach der Durchfahrt wurde erstmal im örtlichen Café Eis gegessen und dann ging es kreuzend weiter durch den Saronischen Golf. Abends erreichten wir den Stadthafen Perdika auf der Insel Aegina und legten im Dunkeln an. Nun sind es nur noch etwa 25 Seemeilen bis zur Olympic Marine in Athen.
…

Ein seltener Anblick !
Es geht durch den Kanal von Korinth, der wegen eines Felssturzes lange nich passierbar war aber zum Glück für uns in diesem Jahr wieder.

Hier noch ein Schmankerl in Form eines Videos

Fahrt durch den Kanal von Korinth

Update vom 30. Juni

Auf zur Aegean 600
Taric erwartete die anderen Mitsegler schon an Bord und hatte alles vorbereitet, sodass bereits 45 Minuten nach Landung des Flugzeugs abgelegt wurde. So dauerte es nicht mehr lang bis zur nächsten Brückenöffnung des Kanals von Lefkas. Danach konnten wir endlich Segel setzen und sind an Ithaka und anderen Inseln vorbeigesegelt. Bei gutem Wind waren wir mit bis zu 8,5 Knoten unterwegs und haben gerefft. Im Golf von Patras nahm der Wind wieder etwas ab und der Spinnaker wurde gesetzt. Zum Sonnenuntergang wurde es schon fast wieder Flaute, aber nun sind es nur noch 25 Seemeilen bis zur Rio-Andirrion-Brücke. Fortsetzung folgt…

Ein Gruppe von Menschen mit Gepäck auf dem Rücken und in der Hand geht das Hafenbecken entlang.
Preveza Marina – mit Gepäck zur Soffio
Die Küste und die STadt Preveza sin in der Ferne vom Boot aus noch zu sehen
Preveza Marina – bleibt in der Ferne zurück
Die Soffio mit gesetzten Groß und dem weißen Spinnaker
Der Spinnaker ist schon gesetzt
Unter Maschine dem Sonnenuntergang entgegen
Unter Maschine dem Sonnenuntergang entgegen

Es ist bald soweit!

Eine Schotbruch-Crew nimmt mit der Vereinsjacht „Soffio“ an der Langstreckenregatta „Aegean 600“ teil. Diese führt von Athen ausgehend über 600 sm durch die südliche Ägäis und endet wiederum in Athen. Der Start der Regatta wird am 7. Juli sein. Anbei der vorgegebene Kurs auf einer kleinen Karte und ein Link zur Wegepunktbeschreibung auf der offiziellen Webseite der „Aegean 600“ Regatta.

Aegean 600 Course Map and Description

Regattakurs AEGEAN 600

Die Regatta-Crew hat die Soffio von der Zubringer-Crew im Hafen von Preveza an der Westküste Griechenlands übernommen und wird den Törn nach Athen auch gleichzeitig als Trainingseinheit und zum Einüben der Rollen nutzen.
Wir werden regelmäßig über den weiteren Verlauf der Vorbereitungen berichten und auch währen der Regatta immer wieder kurze Infos direkt von der Soffio hier posten.

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